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Die neue Kupplungs-Generation

Die Zukunft der Trockenkupplung? So setzen Doppelkugelventile neue Maßstäbe im Umgang mit Chemikalien

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Kupplungen für die Zukunft

Dabei standen bislang die Kupplungen mit Federtellersystem oder Ventiltrockenkupplungen im Mittelpunkt. Diese Technologie brachte viele Vorteile, wie etwa einen geringen Flüssigkeitsverlust bei geöffneter Kupplung von 0,5 ml (entspricht etwa 1/10 Teelöffel). Des Weiteren verhindern Sicherheitsschlösser, dass die Kupplung versehentlich geöffnet wird.

Die meisten dieser Produkte sind leicht und handlich, wodurch Beanspruchungen der Schläuche und Verladearme oder des Bedieners reduziert werden. Dank niedriger Kosten sind die Produkte für Hersteller attraktiv, die Investitionen und Profit optimieren möchten.

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Nachteile der Bajonett-Kupplungen

Allerdings machen einige Eigenschaften dieser Kupplungen die Technologie als Trockenkupplungen für Chemikalien weniger geeignet: Zunächst gibt es – auch wenn bei geöffneter Kupplung nur eine geringe Menge an Flüssigkeiten verloren geht – andere Kupplungstechnologien, bei denen der Flüssigkeitsverlust noch geringer ist.

Aus betrieblicher Sicht liegt der größte Nachteil im Design, durch das viele innere Komponenten in direkten Kontakt mit der Flüssigkeit kommen. Jegliche Beschränkung des Durchflusses wirkt sich negativ auf den Produktionsprozess aus.

Wird z.B. eine Leitung mit einem Durchmesser von zwei Zoll festgelegt und eine Bajonett-Kupplung mit Federtellersystem von zwei Zoll Durchmesser installiert, ist der Durchflussstrom geringer als der einer Leitung mit freiem Durchfluss und einem Durchmesser von zwei Zoll, da die Flüssigkeit sich an den Kupplungsteilen „vorbeiarbeiten“ muss. Hierfür wäre eine Kupplung mit einem Durchmesser von 2,5 oder drei Zoll notwendig, die jedoch größer und damit teurer ist.

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