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Umfrage Deloitte-Befragung: Entscheider haben Industrie 4.0 zu wenig im Fokus

| Redakteur: MA Alexander Stark

Wenn es um das Potential der vierten industriellen Revolution geht, richtet sich der Blick der Entscheider vor allem auf die technischen und operativen Chancen. Mangelnde Ressourcen und neue Herausforderungen rund um Lieferketten sind für sie die entscheidenden Themen, wie eine Deloitte-Befragung von mehr als 2000 Führungskräften und C-Levels in Deutschland und 18 weiteren Ländern zeigt.

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Bei einer Deloitte-Befragung gabern nur 9 % der Führungskräfte an, eine umfassende Industrie 4.0-Strategie vorliegen zu haben.
Bei einer Deloitte-Befragung gabern nur 9 % der Führungskräfte an, eine umfassende Industrie 4.0-Strategie vorliegen zu haben.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

München – Um im internationalen Wettbewerb zu bestehen müssen deutsche Unternehmen ihre Geschäftsmodelle mit Künstlicher Intelligenz, Internet of Things und anderen Möglichkeiten der Industrie 4.0 fit für die Zukunft machen. Doch auf die Herausforderungen der vierten industriellen Revolution sind viele Entscheider noch nicht vorbereitet, so eine Deloitte-Befragung. Nur 9 % der Befragten geben an, eine umfassende Industrie 4.0-Strategie vorliegen zu haben.

Auch gesellschaftliche Themen wie Klimawandel, Wohlstandsverteilung und Zuwanderung stehen wenig im Fokus. Nur 41 % der befragten Führungskräfte haben einen formalen Ansatz entwickelt, wie ihr Unternehmen mit den Folgen des Klimawandels umgeht, deutlich weniger als im internationalen Vergleich.

Die große Mehrheit der befragten Entscheider (80 %) verspricht sich durch die Innovationen von Industrie 4.0 ein höheres Wachstumspotenzial. Kostensenkungen sind für 42 % das bevorzugte Ergebnis ihrer immer noch zurückhaltenden Investitionen in Industrie 4.0-Technologien. Um diese Erwartungen erfüllen zu können, müssen deutsche Unternehmen ihre Investitionen in Industrie-4.0-Technologien deutlich steigern, so Thomas Döbler, verantwortlicher Partner für den Sektor Industrial Products und Construction bei Deloitte.

Gut aufgestellt sehen sich C-Levels in dem Bereich Datenschutz. 96 % der Befragten sind der Meinung, dass ihre Führungskräfte ihrer Verantwortung für den Schutz der Kundendaten gerecht werden.

Die Weiterentwicklung ihrer Belegschaft ist den Executives besonders wichtig. Für 91 % der Befragten hat das Thema Mitarbeiter-Kompetenzen höchste Priorität. Für 82 % ist es entscheidend, in die Weiterentwicklung ihrer Belegschaft zu investieren. „Hier ist Deutschland auch im internationalen Vergleich gut aufgestellt, die Unternehmen sind auf einem guten Weg“, sagt Döbler. Angesichts der Dimension der Veränderung müsse jedoch auch von staatlicher Seite ein wesentlich größerer Beitrag geleistet werden, rät Döbler.

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