Hauptsache Containment

Darum ist High Containment im Kommen

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Isolator – ja oder nein?

Doch wann ist wirklich High Containment, also strikte Abschottung über den Isolator nötig? Die goldene Regel: Bei einem OEB über drei sollte man den Isolator als Möglichkeit betrachten und gegebenenfalls über eine Risikoanalyse evaluieren. Liege der OEB über vier oder fünf ist Isolator-Technologie nach Gottliebs Ansicht ein absolutes Muss.

In jedem Fall sind Containment-Projekte nichts für Schnellschüsse – solide Planung braucht Weile. Das zeigte ein von Weiss GWE-Vertriebsleiter Rainer Hundeiker vorgestelltes Projekt, das sich inklusive Planung und Ausführung über zweieinhalb Jahre erstreckte. Und es ging dabei nicht um eine neue Anlage, sondern um die Modernisierung einer Wirk- und Hilfs-stoffeinwaage bei der ein Folien-isolator ersetzt werden sollte, der das geforderte Rückhaltevermögen von 1 bis 10 μg/m3 nicht erreichte und damit die Anforderung an Personenschutz, Raum- und Produktschutz nicht erfüllte. Die Herausforderung: die vielen unterschiedlichen Gebinde (Behälter/ Säcke/Plastikbeutel).

Jetzt ist ein zwei-stufiges Sicherheitskonzept umgesetzt, bei dem die Gebinde unter einem Laminar-Flow-System an die Fasshebestation geführt und über den Drum-Port (flexibel in der Größe) über einen zusätzlichen Adapter an das Wibobarrier-System angeschlossen werden. Clou der Anlage sind zwei in den Wibobarrier integrierte Zusatzkomponenten: eine Wiegeeinheit mit zwei Wägezellen und eine integrierte Quadro-Siebmaschine, die über Inliner mit dem Containment verbunden sind.

Weg mit dem Staub

Überall wo, wie bei der Einwaage, Schnittstellen zwischen Komponenten entstehen, ist besondere Aufmerksamkeit gefordert. Spannend wird es deshalb bei der Entfernung von Filterstäuben oder dem Wechsel von Filtermaterial. „Die auftretenden Stäube variieren von harmlos bis hochwirksam“, erklärt Vertriebsleiter Schulz. Herzstück, der von Herding eingesetzten Technik, ist die Oberflächenfiltration mit dem Sinterlamellenfilter, die einen hohen Abscheidegrad und konstante Betriebsbe-dingungen ermöglicht. Zur Ausschleusung der abgeschiedenen Feststoffe nutzt man einen Safe-Change-Staubaustrag mit Folienliner. Beim Wechsel der Filterkassette setzt man auf das First-Rinse-Konzept, wobei über mehrere Düsenstöcke Wasser bar auf die Filteroberfläche gedüst wird, um Kontaminationen zu entfernen.

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