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Feste Formen dominieren
Jede Menge Zahlen und Fakten hatte Oliver Gottlieb, OSD (Oral Solid Dosage Form)-Spezialist des Planungsunternehmens NNE Pharmaplan parat. Zwei Drittel aller pharmazeutischen Produkte sind Trockenfeststoffstoffe, gleichzeitig werden die APIs immer aktiver. Und speziell wenn es sich um High Containment handelt, werden Betreiber mehr zu „single use” in der OSD-Produktion greifen. Es wird also in Zukunft eher mehr Containment-Anlagen geben als weniger.
Entscheidend für die Auswahl der technischen Lösung ist die Toxizität des zu verarbeitenden Wirkstoffs, der mit den in fünf Klassen eingeteilten OEB-Werten ermittelt wird.

Das macht die Arbeit für Planer und Betreiber nicht einfacher, wobei Letzterer auch noch die Kosten für die Anlage im Auge behalten muss.
Laminar Flow, Glove Box oder Isolator?
Gleich ob die Entscheidung für Laminar-Flow, Glove-Box oder Isolator fällt.

Gottlieb plädiert für einen Blick auf die Gesamtkosten. Bei nicht isolierten Prozessen sind zwar die reinen Investkosten oft günstiger, vergleicht man diese mit den Anschaffungskosten für einen Isolator. Macht man jedoch eine Gesamtrechnung über die Lebensdauer der Anlage auf, kommt man oft auf andere Summen.
So addieren sich die Ausgaben für Produktions- und QA-Personal, eine höhere GMP-Klasse auf größerem Raum, die Raumüberwachung, Vollschutz usw. leicht zu einer Summe, die einen Isolator dann doch wieder günstiger erscheinen lassen können.
Unter Umständen muss es auch gar kein fester Isolator sein. Für ausgewählte Anwendungsfälle eignen sich auch flexible Folienisolatoren, sagte Eichhorn, der das Für und Wider beider Systeme gegenüberstellte.
Kurze Realisierungszeit – typisch seien acht bis zwölf Wochen – und ein geringer Planungsaufwand sprechen für flexible Lösungen. Und immer, wenn es um Kampagnenfertigung oder Kleinchargen geht, sollte man seiner Meinung nach die Foliensysteme auf jeden Fall mit ins Kalkül ziehen.
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