Der Chemiepark Gendorf öffnet sich gezielt für industrielle Deeptech-Startups und Scaleups. Mit Infrastruktur, Services und Pilotflächen will Infraserv Gendorf junge Technologieunternehmen schneller in die industrielle Produktion bringen.
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Mitte) gab den Startschuss für das „Home of Bavarian Deeptech“ zusammen mit (v.l.) Dominik Gschwendtner (Geschäftsleiter Infraserv Gendorf), Sarah Fleischer (Co-Founder Tozero), Dr. Ksenija Neumann (Co-Founder Tozero), Martin Huber, MdL, und Dr. Christoph von Reden (Vors. Geschäftsleiter Infraserv Gendorf)
(Bild: Tom Bauer)
Der Chemiepark Gendorf setzt auf Wandel: Im Beisein des Bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger kündigte Standortbetreiber Infraserv Gendorf an, den traditionsreichen Chemiestandort gezielt für industrielle Deeptech-Startups und Scaleups zu öffnen. Mit einem maßgeschneiderten Infrastruktur- und Serviceangebot für Startups soll Bayerns größter Chemiepark zum Hub für Zukunftsindustrien in Bayern werden, ohne seine industrielle Substanz aufzugeben.
Das Münchener Deeptech-Startup Tozero plant in Gendorf das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien, Scaleup Pruvia aus Fürth will Europas größte Anlage für thermochemisches Recycling errichten – geht es nach Standortbetreiber Infraserv Gendorf, sollen bald weitere solcher Unternehmen folgen. Unter dem neuen Motto „Home of Bavarian Deeptech – Where bold ideas find the power to scale“ wirbt Infraserv Gendorf gezielt um Startups und Scaleups, die mit hochinnovativen Technologien ganze Branchen verändern und die drängendsten Herausforderungen unserer Zeit angehen – beispielsweise in Branchen wie Kreislaufwirtschaft, Biotechnologie oder biogene Grundstoffe. Dafür stellt der Standortbetreiber eine speziell zugeschnittene Infrastruktur sowie umfassende Dienstleistungen bereit.
Bildergalerie
Vor über 90 geladenen Gästen aus Politik, Industrie und Verbänden – darunter der Bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Hubert Aiwanger, sowie Bundestagsabgeordneter Stephan Mayer und Landtagsabgeordneter Martin Huber – gab Infraserv Gendorf den Startschuss für sein neues „Startup-Launchpad“. Herzstück ist die 3500 Quadratmeter große Fläche „Base One“, die speziell für Pilotanlagen junger Technologieunternehmen konzipiert wurde. Gas-, Wasser-, Dampf-, CO₂- und weitere Medienleitungen sind dort bereits verlegt und ermöglichen einen schnellen Produktionsstart. Ergänzt wird das Startup-Angebot durch ein zweistöckiges, voll ausgestattetes Gebäude, in dem auf 300 Quadratmetern Büros, Kollaboration- und Meeting-Zonen sowie Sozialbereiche zur Verfügung stehen werden.
Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betonte die Bedeutung der neuen strategischen Ausrichtung des Chemieparks für Bayern und der jüngsten Startup-Ansiedlungen: „Wir wollen jungen Deeptech-Unternehmen den Weg in die industrielle Produktion ebnen. Gendorf ist ein wichtiger Innovationsstandort. Lage, Infrastruktur und Netzwerk sind hier ideal für den Erfolg von Start- und Scale-ups. Die neue Ansiedlungsinitiative bringt echte Zukunftsperspektiven ins bayerische Chemiedreieck.“
Christoph von Reden, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Infraserv Gendorf, verwies auf die Vorteile des Chemieparks: „In Gendorf bringen wir die hochinnovativen Technologien der Gründerszene mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung in der industriellen Produktion zusammen. Mit unserer Expertise aus der Chemie- und Prozessindustrie und speziell zugeschnittenen Industrieservices versetzen wir Startups in die Lage, ihre Produktion schnell in industriellem Maßstab aufzubauen. Wer den richtigen Standort für diesen Schritt sucht – wir sind bereit.“
Mit rund 1000 Mitarbeitern kann Infraserv Gendorf industriellen Startups über 250 Leistungen zur Verfügung stellen, die das gesamte Spektrum der Prozess- und Chemieindustrie abdecken: von der Unterstützung bei behördlichen Genehmigungsverfahren über technische Leistungen im Anlagenbau, Instandhaltung, Ver- und Entsorgung bis zu Logistik- und Sicherheitslösungen. „Mit diesem Plug-and-play-Angebot ist Gendorf für uns der ideale Standort“, sagt Dr. Ksenija Neumann, Geschäftsführerin und Co-Gründerin Tozero. „Wir können uns vollständig auf unsere Technologie konzentrieren, während Infraserv Gendorf uns bei Genehmigungen, Infrastruktur und operativen Fragen unterstützt. Gerade in dieser kritischen Phase der Skalierung ist diese Erfahrung im industriellen Anlagenbau für uns entscheidend.“
Mit dem Deeptech-Unternehmen Caphenia präsentierte sich auf der Veranstaltung zudem ein weiterer vielversprechender Ansiedlungsinteressent. Das Startup entwickelte eine neue Technologie für die Herstellung von Synthesegas (Syngas) für die erneuerbare Kraftstoffproduktion. Aus erneuerbarem Strom, Biomethan und CO2, setzt das Startup Standards zur hocheffzienten und nachhaltigen Kraftstoffversorgung der Luftfahrt und Schwerlastindustrien. Nach der Fertigstellung der Pilotanlage im Industriepark Höchst suchte Caphenia den Standort für die erste vollintegrierte Produktionsanlage für Sustainable Aviation Fuels (SAF). Durch das Projekt „Baysaf“ kristallisierte sich Gendorf als geeigneter Standort heraus. Geschäftsführer und Gründer Dr. Mark Misselhorn betonte: „Wir haben Standorte in ganz Bayern analysiert und im Rahmen einer Vormachbarkeitsstudie geprüft, welcher sich am besten für unsere erste kommerzielle Anlage eignet. Dabei konnte sich Infraserv Gendorf mit dem Chemiepark Gendorf gegenüber 17 weiteren Standorten durchsetzen. Ausschlaggebend waren insbesondere die strategische Ausrichtung auf nachhaltige und innovative Lösungen sowie die vorhandene Erfahrung im Umgang mit Deeptech-Startups.“
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.