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EU: Illegal importierte HFKW Kältemittel Cefic warnt vor wachsendem Schwarzmarkt für Gase

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Der Schwarzmarkt für illegal importierte HFKW (Fluorkohlenwasserstoffe) wächst. Die illegal nach Europa transportierten HFKWs liegen außerhalb der festgelegten Höchstmengen, die im Rahmen der F-Gas-Verordnung der EU vereinbart wurden. Der europäische Chemieverband Cefic warnt vor den Folgen des illegalen Handels für Industrie, Verbraucher und Umwelt.

Illegal importierte HFKWs untergraben die Klimabemühungen der Regierungen, der Industrie, der Kältemittelbranche und der Endverbraucher, warnt der Europäische Technische Ausschusses für Fluorkohlenwasserstoffe EFCTC. (Symbolbild)
Illegal importierte HFKWs untergraben die Klimabemühungen der Regierungen, der Industrie, der Kältemittelbranche und der Endverbraucher, warnt der Europäische Technische Ausschusses für Fluorkohlenwasserstoffe EFCTC. (Symbolbild)
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Brüssel – Die F-Gas-Verordnung der EU verpflichtet die Industrie zur schrittweisen Reduzierung von HFKWs durch ein strenges Quotensystem. Die Verordnung trat vor fünf Jahren in Kraft und sieht eine 79-prozentige Absenkung des Einsatzes von F-Gasen bis 2030 vor. Der Beschluss soll den Übergang zu alternativen Lösungen fördern. Fünf Jahre später lässt sich eine Bilanz der bisherigen Fortschritte ziehen. Während sich die Hersteller zur allmählichen Absenkung verpflichteten, geht aus verschiedenen Quellen hervor, dass während dieser fünf Jahre illegale HFKWs den europäischen Markt überschwemmt haben. Diese Tatsache untergräbt die Fortschritte Deutschlands im Hinblick auf die vereinbarten Klimaziele.

HFKWs finden überwiegend in Kälte- und Klimaanlagen Verwendung. Die Stoffe kommen aber auch als Treibmittel in Sprays, Schäumen, Dämmstoffen und als Feuerlöschmittel zum Einsatz. Zollbeamte beschlagnahmen regelmäßig illegale HFKWs, die auch in großen Mengen im Internet angeboten werden. So konfiszierten die Behörden im Februar solche in Italien. Aufgrund der komplexen Versandwege und Vertriebsmärkte ließen sich solche Aktivitäten nur schwer nachvollziehen. Zudem könne der Zoll viele Güter einfacher identifizieren als quotenregulierte HFKWs, darunter Drogen, Waffen und exotische Wildtiere.

Die Mitgliedsunternehmen der Cefic-Interessengruppe EFCTC (Europäischer Technischer Ausschusses für Fluorkohlenwasserstoffe) fordern die Behörden zu einer entschlosseneren Durchsetzung der F-Gas-Verordnung auf. Zudem sollten die Verantwortlichen bewährte Verfahren zur Eindämmung des HFKW-Schwarzmarktes innerhalb der EU-Staaten teilen. Die Industrie sei bereit, mit den Behörden zusammenzuarbeiten und Daten und Beweismaterial zu Verstößen gegen die Verordnung zu liefern, um die Durchsetzung der F-Gas-Verordnung besser zu unterstützen. In diesem Jahr wird sich der EFCTC darauf konzentrieren, das Bewusstsein für den Umgang mit HFKWs über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu schärfen. Dazu werden auch unabhängige Untersuchungen zum Umfang illegal nach Europa eingeführter HFKWs durchgeführt und Strategien zur Unterstützung der Behörden bei der Bekämpfung der Schwarzmärkte entwickeln.

Als Teil der Lösung des Problems habe der Ausschuss eine Aktions-Hotline eingerichtet, wo illegale F-Gas-Produkte und Verdachtsmomente hinsichtlich illegalem F-Gas-Handels gemeldet werden können. Mit dem Konzept dieser Hotline habe der EFCTC sehr gute Erfahrungen gemacht. Allein in den ersten Monaten gingen über 200 Meldungen über illegale Aktivitäten ein – 22 davon in Deutschland.

Der EFCTC appelliert an alle Beteiligten, die bestehenden EU-Vorschriften zum Schutz der Umwelt ordnungsgemäß durchzusetzen. Die Industrie muss das Wohl des Planeten an oberste Stelle setzen. Die Organisation weist darauf hin, dass jeder in der Branche dazu beitragen kann, illegale Aktivitäten zu melden.

Die EFCTC-Hotline für die anonyme Meldung illegaler F-Gas-Produkte und illegalen F-Gas-Handel ist erreichbar unter: https://efctc.integrityline.org/index.php

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