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Steigerung des Geschäftsergebnisses BASF mit guter Geschäftsentwicklung im September

Redakteur: MA Alexander Stark

In einem nach wie vor von den weltwirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägten Umfeld konnte die BASF-Gruppe ihr Ergebnis der Betriebstätigkeit (Ebit) vor Sondereinflüssen gegenüber dem Vorquartal steigen. Mit 581 Millionen Euro lag es im dritten Quartal 2020 um 355 Millionen Euro über dem des zweiten Quartals 2020.

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BASF-Chef Dr. Martin Brudermüller konnte sich für September über eine gute Geschäftsentwicklung seines Konzerns freuen.
BASF-Chef Dr. Martin Brudermüller konnte sich für September über eine gute Geschäftsentwicklung seines Konzerns freuen.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen – Bereits am 9. Oktober hatte BASF vorläufige Zahlen für das dritte Quartal 2020 veröffentlicht und einen Ausblick auf das Gesamtjahr 2020 gegeben. Im Rahmen der Veröffentlichung der Quartalsmitteilung zum dritten Quartal 2020 informierte BASF-Chef Dr. Martin Brudermüller nun gemeinsam mit Finanzvorstand Dr. Hans-Ulrich Engel über weitere Details. Dabei konnten sich die Manager über eine deutliche Steigerung des Ergebnisses durch eine gute Geschäftsentwicklung im September freuen.

Der Umsatz der Gruppe nahm mit 13,8 Milliarden Euro im Vergleich zum dritten Quartal 2019 um 745 Millionen Euro leicht ab. Maßgeblich hierfür waren negative Währungseinflüsse in allen Segmenten, vor allem jedoch in Agricultural Solutions und Surface Technologies. Außerdem trugen niedrigere Mengen, insbesondere im Segment Chemicals infolge der außerplanmäßigen Wartungsabstellung des Steamcrackers in Port Arthur/Texas, zum Umsatzrückgang bei. Ein insgesamt höheres Preisniveau, hauptsächlich aufgrund gestiegener Edelmetallpreise im Segment Surface Technologies, wirkte gegenläufig. Portfolioeffekte, im Wesentlichen im Segment Materials aus dem Erwerb des integrierten Polyamidgeschäfts von Solvay, beeinflussten den Umsatz ebenfalls positiv. Verglichen mit dem zweiten Quartal 2020 erhöhte sich der Umsatz um 1,1 Milliarden Euro.

Das Ebit vor Sondereinflüssen lag mit 581 Millionen Euro um 475 Millionen Euro deutlich unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Dies war hauptsächlich auf einen deutlich niedrigeren Beitrag des Segments Chemicals zurückzuführen. Auch in Nutrition & Care, Sonstige, Materials und Agricultural Solutions nahm das Ebit vor Sondereinflüssen deutlich ab. In den Segmenten Industrial Solutions und Surface Technologies sank es leicht.

Im dritten Quartal 2020 fielen im Ebit Sondereinflüsse in Höhe von minus 3,2 Milliarden Euro an. Diese sind im Wesentlichen auf Wertberichtigungen von insgesamt 2,8 Milliarden Euro in allen Segmenten infolge der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie auf Restrukturierungen zurückzuführen. Daneben wurden Rückstellungen in Höhe von 313 Millionen Euro für die Neuausrichtung der Einheit Global Business Services gebildet. Das Ebit lag mit minus 2,6 Milliarden Euro deutlich unter dem Wert des Vorjahresquartals (1,3 Milliarden Euro).

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Im Vergleich mit dem dritten Quartal 2019 verringerte sich das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen und Sondereinflüssen (Ebitda vor Sondereinflüssen) um 438 Millionen Euro auf 1,5 Milliarden Euro. Das Ebitda sank um 1,2 Milliarden Euro auf eine Milliarde Euro.

Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen sank auf -2,1 Milliarden Euro nach 911 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das Ergebnis je Aktie betrug minus 2,31 Euro im dritten Quartal 2020 (Vorjahresquartal: 1,00 Euro). Das um Sondereinflüsse und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,60 Euro (Vorjahresquartal: 0,89 Euro).

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit lag im dritten Quartal 2020 mit 2,1 Milliarden Euro um 102 Millionen Euro über dem Wert des Vorjahresquartals, trotz des um 3 Milliarden Euro geringeren Ergebnisses nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen. Ein wesentlicher Teil des Ergebnisrückgangs war auf die nicht zahlungswirksamen Wertminderungen zurückzuführen. Der Free Cashflow erhöhte sich aufgrund des gestiegenen Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit und gleichzeitig niedrigerer Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen von 1,1 Milliarden Euro im Vorjahresquartal auf 1,4 Milliarden Euro.

Entwicklung in den Regionen

Der Umsatz der BASF-Gesellschaften mit Sitz in Europa ging im Vergleich zum dritten Quartal 2019 um 12 % zurück. Wesentlich hierfür waren niedrigere Mengen, vor allem in Sonstige sowie im Segment Materials. In Nordamerika sank der Umsatz um 6 %, verglichen mit dem Wert des Vorjahresquartals. Ausschlaggebend hierfür waren geringere Mengen, insbesondere im Segment Chemicals aufgrund der außerplanmäßigen Wartungsabstellung des Steamcrackers in Port Arthur/Texas. Den Umsatz in der Region Asien-Pazifik verbesserte der Konzern um 10 %, verglichen mit dem Niveau des dritten Quartals 2019. Dies war im Wesentlichen auf höhere Mengen in nahezu allen Segmenten zurückzuführen. In der Region Südamerika, Afrika, Naher Osten lag der Umsatz um 9 % unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Ausschlaggebend waren negative Währungseinflüsse in allen Segmenten, vor allem in Agricultural Solutions.

Ausblick 2020 für die BASF-Gruppe

Im dritten Quartal 2020 erholte sich die globale Industriekonjunktur vom starken Einbruch im Vorquartal. Das Produktionsniveau lag global aber immer noch um rund 3 % unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Die von den Produktionsschließungen im zweiten Quartal 2020 besonders stark betroffene Automobilindustrie verzeichnete im dritten Quartal 2020 global noch einen Rückgang von rund 2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Nachfrage nach langlebigen Konsumgütern hat sich belebt. Für Verbrauchsgüter, wie zum Beispiel Nahrungsmittel oder Pflegeprodukte, die zum Teil durch die Pandemie stärker nachgefragt waren, normalisiert sich die Nachfrage zunehmend. Nach den dynamischen Aufholeffekten im dritten Quartal ist für den weiteren Jahresverlauf mit einer schwächeren Dynamik zu rechnen.

In ihrer Prognose unterstellt BASF, dass es nicht zu erneuten starken Einschränkungen der wirtschaftlichen Aktivität zur Eindämmung der Corona-Pandemie, zum Beispiel durch Lockdowns, kommt. Für das vierte Quartal 2020 rechnet das Unternehmen nunmehr mit einer weiteren Verbesserung des Ebit vor Sondereinflüssen der Gruppe gegenüber dem dritten Quartal 2020.

Für das Gesamtjahr 2020 erwartet die Gruppe vor allem aufgrund des Nachfragerückgangs infolge der Corona-Pandemie einen leichten Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Für das Ebit vor Sondereinflüssen 2020 rechnet das Unternehmen mit einem deutlichen Rückgang. Neben dem Nachfragerückgang erwartet BASF einen anhaltenden Margendruck, insbesondere bei Basischemikalien, der durch Einsparungen von Fixkosten teilweise kompensiert wird.

Für das Geschäftsjahr 2020 geht die Gruppe daher von einem Umsatz in Höhe von 57 Milliarden Euro bis 58 Milliarden Euro aus und von einem Ebit vor Sondereinflüssen zwischen 3,0 Milliarden Euro und 3,3 Milliarden Euro sowie einem Return on Capital Employed (Roce) zwischen 0,0 % bis 1,0 %.

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