TDI-Großanlagenbau BASF feiert Spatenstich zum Bau der TDI-Großanlage

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die BASF startet den TDI-Großanlagenbau mit dem ersten Spatenstich. Am Standort Ludwigshafen soll eine World-Scale-Anlage zur Produktion von TDI entstehen und 2014 in Betrieb gehen.

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Beim Spatenstich gaben Raimar Jahn, Leiter des Unternehmensbereichs Polyurethanes, Margret Suckale, BASF-Vorstandsmitglied und Standortleiterin Ludwigshafen, und Dr. Bernhard Nick, Werksleiter Verbundstandort Ludwigshafen, (v.l.n.r.) das Signal für den Baubeginn der Anlage zur Herstellung von TDI am Standort Ludwigshafen.
Beim Spatenstich gaben Raimar Jahn, Leiter des Unternehmensbereichs Polyurethanes, Margret Suckale, BASF-Vorstandsmitglied und Standortleiterin Ludwigshafen, und Dr. Bernhard Nick, Werksleiter Verbundstandort Ludwigshafen, (v.l.n.r.) das Signal für den Baubeginn der Anlage zur Herstellung von TDI am Standort Ludwigshafen.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen – Mit einem offiziellen Spatenstich gaben Margret Suckale, BASF-Vorstandsmitglied und Standortleiterin Ludwigshafen, Raimar Jahn, Leiter des Unternehmensbereichs Polyurethanes, und Dr. Bernhard Nick, Werksleiter Verbundstandort Ludwigshafen, das Signal für den Baubeginn der Anlage zur Herstellung von TDI (Toluoldiisocyanat). Die Gesamtinvestition, einschließlich der erforderlichen Infrastruktur und Vorstufen, wird rund eine Milliarde Euro betragen und mehr als 200 neue Arbeitsplätze schaffen. Die TDI-Produktionsanlage hat eine Kapazität von 300.000 Tonnen pro Jahr und soll Ende 2014 den Betrieb aufnehmen.

Margret Suckale bezeichnete den Bau der TDI-Anlage als wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des Standorts Ludwigshafen. „Die Investition ist ein klares Bekenntnis des Unternehmens zu Ludwigshafen mit positiven Auswirkungen für die gesamte Region und die komplette Infrastruktur vor Ort.“

„Wir sind stolz darauf, dass wir mit dieser Anlage in Ludwigshafen neue Maßstäbe setzen werden: Wir werden hier die weltweit größte Einstranganlage mit der modernsten Technologie haben“, sagte Raimar Jahn. „Das macht uns wettbewerbsfähig und bringt viele Vorteile für die weiterverarbeitende Industrie und unsere Kunden. Ein wichtiger Erfolgsfaktor dafür ist unsere hocheffiziente Verbundstruktur in Ludwigshafen“, so Jahn weiter.

TDI für die Polyurethanherstellung

Mit der Investition wird die BASF über zwei starke Standorte für Polyurethan-Grundprodukte in Europa verfügen: Ludwigshafen für die Produktion von TDI und Antwerpen für die Produktion von MDI (Diphenylmethandiisocyanat) und Propylenoxid.

TDI ist ein wichtiger Ausgangsstoff für den Spezialkunststoff Polyurethan. Es wird zu einem großen Teil in der Automobilindustrie (zum Beispiel Sitzpolster und Innenverkleidungen) sowie in der Möbelindustrie (zum Beispiel flexible Schäume für Matratzen, Polsterung oder Holzbeschichtungen) eingesetzt. BASF betreibt TDI-Anlagen in Geismar/USA, Schwarzheide/Deutschland, Yeosu/Südkorea und Caojing/China.

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