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Studie: Studentische Jobwahl Attraktivität der Pharmaindustrie hinkt im Branchenvergleich hinterher

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Gute Werte bei fast allen wichtigen studentischen Jobwahlkriterien: Die Unternehmen des Pharmabereiches scheinen auf den ersten Blick bei der Sicherung des akademischen Nachwuchses gut aufgestellt zu sein. Dass die Sparte im aktuellen Branchenvergleich der Studienreihe „Fachkraft 2020“ dennoch im (unteren) Mittelfeld landet, hat andere Gründe.

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Die sieben bekanntesten Unternehmen der Pharmabranche unter den 25000 befragten Studenten.
Die sieben bekanntesten Unternehmen der Pharmabranche unter den 25000 befragten Studenten.
(Bild: Studitemps / Maastricht University)

Köln, Maastricht/Niederlande – Rang 9 für die Pharmabranche im „Fachkraft 2020“-Vergleich von 12 ausgesuchten Branchen klingt zunächst wenig positiv. Berücksichtigt man jedoch, dass es sich bei der Pharmaindustrie um eine stark spezialisierte Branche handelt, die in der Bekanntheit häufig hinter die eigenen Produkte zurücktritt, erklärt sich ein guter Teil der Platzierung. Denn: Mit durchschnittlich 56 % kennt zwar mehr als jeder zweite Studierende die Top-7-Unternehmen der Sparte. Allerdings herrscht nur in den Bereichen Energie (53 %), Chemie (50 %) sowie Maschinen- und Anlagenbau (22 %) ein geringeres Maß an Bekanntheit.

Besser als beim Aspekt Bekanntheit ist es um die Karriereattraktivität der Pharmaunternehmen bestellt. Die Sparte ist hier mit einem Durchschnittswert von 44 % im Mittelfeld angesiedelt und belegt gemeinsam mit der Medienbranche Rang 5. Damit liegt sie ein gutes Stück vor dem letztplatzierten Telekommunikationssektor (25 %), jedoch gleichfalls deutlich hinter der erstplatzierten Automobilindustrie (62 %).

Bayer und Ratiopharm bei Studenten besonders bekannt

87 und 86 % erzielen die Konzerne Ratiopharm und Bayer auf der Bekanntheitsskala von Hochschülerinnen und –schülern. Das ist gegenüber dem drittplatzierten Unternehmen Hexal (75 %) ein Vorsprung von mehr als zehn Prozentpunkten. Weitere 13 Prozentpunkte dahinter erreicht Fresenius 62 % und Rang 4. Deutlich größer ist der Abstand zu den nachfolgenden Branchenvertretern Novartis (34 %) und Merck Gruppe (31 %). Boehringer Ingelheim (19 %) beschließt die Tabelle der Top-7.

Das Image der Pharma-Konzerne ist unter Studentinnen und Studenten bezüglich der zehn ausgewerteten Jobwahlkriterien als hervorragend zu bezeichnen. In gleich drei Fällen kann die Branche auf Höchstwerte vorweisen: Bei den Aufstiegsmöglichkeiten (91 %), in Bezug auf Chancengleichheit / Diversity (80 %) sowie bei den Work-Life-Modellen (80 %). Das jeweils zweitbeste Ergebnis wird bei den Kriterien Ausbildung / Weiterbildung (92 %), Organisation / Führungsstil (83 %) und Familienfreundlichkeit (79 %) erzielt. Einzig die Social Media Präsenz (66 %) wird von den Befragten als lediglich durchschnittlich wahrgenommen.

Ausführliche Studienergebnisse zum Thema sindhierabrufbar.

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