Newsticker April: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Astrazeneca nimmt für Corona-Impfstoff weniger Ertrag hin

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26.04.2021

Leverkusen (dpa) *13:59 Uhr – Aktionäre gehen mit Bayer erneut hart ins Gericht

Fast drei Jahre sind seit dem ersten Urteil im US-Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Düngemittel vergangen – abgehakt ist das Thema für Bayer noch immer nicht. Wegen Milliarden-Rückstellungen für die Streitigkeiten und hoher Abschreibungen im Agrargeschäft fiel 2020 ein Verlust von mehr als zehn Milliarden Euro an. Mit einem Minus von rund einem Drittel war die Bayer-Aktie 2020 Schlusslicht im deutschen Leitindex Dax. Entsprechend harsch fiel die Kritik der Aktionäre des Agrarchemie- und Pharmakonzerns auf der Online-Hauptversammlung am Dienstag aus.

Bayer-Chef Werner Baumann versprach Besserung: «Wir wollen Ihr Vertrauen wieder zurückgewinnen. Und wir werden liefern.» Angesichts des teuren Glyphosat-Erbes, das Baumann sich 2018 mit der Übernahme des US-Saatgut-Konzerns Monsanto ins Haus geholt hatte, haben er und Bayer viel Vertrauen bei den Anlegern verspielt.

Mit Blick auf das Tagesgeschäft setzt Baumann auf Erholung nach einem schwierigen Jahr, in dem widriges Wetter in den USA und ein schwacher brasilianischer Real auf dem Agrargeschäft lasteten und die Corona-Pandemie für Gegenwind im Pharmageschäft sorgte.

Während die Viruskrise noch nicht ausgestanden ist, hellten sich in den vergangenen Monaten zumindest die Perspektiven für die Landwirtschaft auf. Preise für Mais und Soja zogen kräftig an, Landwirte dürften also bereit sein, mehr Geld für Saatgut etwa von Bayer auszugeben.

Frankfurt/Main (dpa) *13:00 Uhr – Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln geht weiter zurück

Der Markt für Pflanzenschutzmittel ist im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Die im Industrieverband Agrar (IVA) organisierten Unternehmen verzeichneten einen Umsatzrückgang von 3,9 Prozent auf knapp 1,15 Milliarden Euro, wie der Verband am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Der seit Jahren anhaltende Abwärtstrend setzte sich damit fort. Die Umsätze mit Insektiziden brachen um 16,4 Prozent ein. Kräftige Zuwächse gab es hingegen bei den Pflanzenschutzmitteln für Haus und Garten.

Der Düngemittelmarkt legte erstmals seit Jahren wieder leicht zu. So sei der Absatz des Hauptnährstoffs Stickstoff in der vergangenen Düngesaison um 2,2 Prozent auf rund 1,37 Millionen Tonnen gestiegen, hieß es. Der Düngereinsatz sei in den vergangenen Jahren unter anderem wegen der verschärften Düngeverordnung immer weiter zurückgegangen, sagte der IVA-Vorsitzende für Pflanzenernährung, Marco Fleischmann. Im vergangenen und im aktuellen Düngejahr schienen sich die Zahlen aber zu stabilisieren.

Frankfurt/Main (dpa) *12:00 Uhr – Nestlé-Chef: Gesundheitsbewusstsein bleibt auch nach Corona Trend

Auch nach der Corona-Krise werden nach Einschätzung von Nestlé-Chef Mark Schneider viele Menschen Wert auf gesunde Ernährung legen. Das Gesundheitsbewusstsein in aller Welt habe mit der Pandemie zugenommen, sagte der Manager vor dem Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW). «Die Themen Immunität und Gewichtskontrolle werden sich auch nach der Pandemie halten.» Auch werde in Zeiten von Homeoffice der Konsum zu Hause, etwa von Kaffee, wachsen.

Nestlé richtet sein Portfolio an Getränken, Snacks und Lebensmitteln seit längerem auf den Gesundheitstrend aus. Auch das Geschäft mit Wasser richtet Nestlé neu aus: Während der Konzern preiswerte Marken in Nordamerika abstieß, will sich Nestlé auf Premium-Marken und Wasser mit Zusatzstoffen wie Mineralien oder Koffein konzentrieren.

Der Nahrungsmittelkonzern, der für Kaffee, Snacks, Tiefkühlpizzen, Eissorten und Maggi-Fertiggerichte bekannt ist, steht unter dem Druck neuer Ernährungsgewohnheiten. Nachhaltigkeit und Nahrung mit weniger Salz, Zucker und Fett spielten bei gerade bei jüngeren, gut ausgebildeten Konsumenten eine große Rolle, sagte Schneider. «Den Kontakt zur jüngeren Generation dürfen wir nicht verlieren.»

Nestle hatte im ersten Quartal ein starkes Umsatzwachstum von 7,7 Prozent aus eigener Kraft berichtet. Treiber war vor allem Kaffee. Aber auch Backmischungen, Fertiggerichte und Tierfutter waren gefragt. Das hohe Wachstum werde Nestlé nicht halten können, sagte Schneider. Er rechne mit einer Normalisierung im Jahresverlauf.

Frankfurt (ots/PRNewswire) *09:18 Uhr – Deutscher Image Award 2021 geht an BASF

In diesem Jahr verleiht die internationale Jury den renommierten "Deutschen Image Award" an den Vorstandsvorsitzenden der BASF Dr. Martin Brudermüller und seine Kommunikationschefin Dr. Nina Schwab-Hautzinger. Die äußerst erfolgreiche und professionelle Arbeit der beiden Manager sowie ihres Kommunikationsteams spiegele sich in dem hohen Ansehen von BASF und Martin Brudermüller in den Medien wider.

Brudermüller übernahm 2018 den Chefsessel bei BASF, nachdem er zuvor seit 2006 bereits Mitglied des Vorstands war. Die F.A.Z. lobt sein gefestigtes Vorgehen in strategischer Hinsicht und hebt dabei sein - aller Krisenzeiten zum Trotz - unerschütterlich positives Auftreten hervor. Der Focus lobt ihn für sein soziales Engagement und seine Hilfsbereitschaft. Mitarbeitende und Kollegen achten sein Empathievermögen und innovatives Denken, sowie die Sicherheit, die Brudermüller in Zeiten der Krise erfolgreich im Unternehmen aufrechterhalten konnte.

In der strategischen Ausrichtung des Unternehmens lege Brudermüller den Fokus erfolgreich auf Innovation, Nachhaltigkeit und Kundenorientierung. Er führt die Tradition der BASF fort, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Zugleich gelang es ihm, durch seine Bodenständigkeit und Kontaktfreudigkeit das Vertrauen in seine Fähigkeiten zu vertiefen.

Verantwortlich für die mediale Positionierung von Brudermüller sei seine Kommunikationschefin Nina Schwab-Hautzinger. Sie kam zum 1. November 2020 zur BASF. Im Laufe ihrer Karriere hatte Schwab-Hautzinger unterschiedliche Positionen bei Roche inne, unter anderem als Unternehmenssprecherin, Leiterin der Unternehmenskommunikation von Roche Pharma Deutschland sowie als Global Head of Corporate Brand & Communications am Hauptsitz in der Schweiz. Zudem war sie als Kommunikations- und Strategieberaterin bei Hill + Knowlton Strategies in Singapur tätig. Die herausragenden Leistungen seien Ergebnis der professionellen Arbeit des gesamten BASF Kommunikationsteams.

Frankfurt/Main (ots) *06:02 Uhr – Agrarchemie: Trotz Corona-Pandemie keine großen Einbrüche

Der Nettoinlandsumsatz (NIU) mit Pflanzenschutzmitteln in Deutschland belief sich im Geschäftsjahr 2020 auf 1,146 Milliarden Euro. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr (1,193 Mrd. Euro) ein Minus von 3,9 Prozent im Direktgeschäft zwischen der im Industrieverband Agrar e. V. (IVA) organisierten Industrie und dem Pflanzenschutz-Großhandel. Der Absatz von Mineraldüngern in Deutschland hat sich stabilisiert: 1,372 Millionen Tonnen Stickstoffdünger wurden in der Düngesaison 2019/20 nachgefragt, was einer Zunahme von gut 2,2 Prozent entspricht (2018/19: 1,342 Mio. Tonnen).

Leverkusen (dpa) *03:30 Uhr –Bayer-Hauptversammlung im Netz: Aktionäre äußern im Vorfeld Kritik

Zwei Jahre nach einer herben Schlappe stellt sich Bayer-Chef Werner Baumann abermals bei der Hauptversammlung seines Unternehmens den Fragen der Aktionäre. Wegen der Corona-Pandemie findet die Veranstaltung ab 10.00 Uhr nur online statt, Anteilseigner können der Chefetage also nicht am Rednerpult die Leviten lesen. Sie mussten schon vorher ihre Fragen einschicken, die der Bayer-Vorstand vor der Kamera beantwortet. Danach sind schriftliche Nachfragen noch während der Hauptversammlung möglich. 2019 verweigerten die Aktionäre Baumann als erstem amtierenden Vorstandsvorsitzenden eines Dax-Konzerns die Zustimmung - die Übernahme des US-Rivalen Monsanto hatte sich als Ballast entpuppt, der den Aktienkurs in den Keller stürzte.

Zwei Jahre später hat sich der Kurs noch immer nicht erholt, im vergangenen Jahr verbuchten die Leverkusener mit minus 10,5 Milliarden Euro den höchsten Verlust ihrer Firmengeschichte. Die tiefroten Zahlen lagen vor allem an Rückstellungen für die US-Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken von Glyphosat. «Das einst so stolze Unternehmen Bayer ist nur noch ein Schatten seiner selbst», sagte Ingo Speich vom Bayer-Aktionär Deka Investment im Vorfeld der Hauptversammlung. Der Kauf von Monsanto sei eine Fehlentscheidung gewesen, die Bayer teuer zu stehen komme. «Monsanto hat Bayer nicht krisenfester gemacht, sondern tiefer in die Krise gestürzt.»

Bereits Ende vergangener Woche wurde die Rede von Bayer-Boss Baumann online publiziert. Dem Redetext zufolge zeichnete sich ein positiver Jahresauftakt besonders im Agrargeschäft ab. Neben der Agrarchemie hat Bayer noch Sparten für Pharma und für rezeptfreie Arzneimittel (Consumer Health). Wie es in der Pharmasparte lief, die bereits im vergangenen Jahr unter der Corona-Krise litt, dürfte die Investoren ebenso interessieren. Hier müssen sie sich aber wohl bis zur Vorlage der Quartalszahlen am 12. Mai gedulden.

Peking (ots/PRNewswire) *2:48 Uhr – Sinopec-Vorsitzender Zhang Yuzhuo spricht über Wasserstoffentwicklung

Zhang Yuzhuo, der Vorsitzende der China Petroleum & Chemical Corporation (Sinopec), hat in einem Interview mit bekannten Medien über Kohlenstoffneutralität, die Entwicklungsperspektiven der CO2-Neutralität und das strategische Gesamtkonzept der Wasserstoffenergie gesprochen.

"Unser Ziel ist es, zum führenden Wasserstoffunternehmen in China zu werden und ein systematisches Layout der gesamten Industriekette für Wasserstoff-Energie zu erreichen, damit das Betanken mit Wasserstoff genauso bequem wird wie das Betanken mit Benzin", so Zhang. Sinopec wird in Zukunft sein Wasserstoff-Energiegeschäft sowie andere erneuerbare Energiequellen schrittweise ausbauen, um die Entwicklung eines kombinierten Erdöl-, Benzin-, Wasserstoff-, Elektro- und Nicht-Erdöl-Dienstes voranzutreiben."

Derzeit hat Sinopec eine jährliche Wasserstoffproduktionskapazität von mehr als 3,5 Millionen Tonnen, was 14 Prozent der Gesamtmenge in China ausmacht. Das Unternehmen plant den Bau und Betrieb von 100 Wasserstoff-Tankstellen im Jahr 2021 und weiterer 1.000 in den nächsten fünf Jahren, um sich als Branchenführer im Bereich der industriellen Entwicklung der hochwertigen Wasserstoffenergie zu etablieren.

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