Newsticker April: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Astrazeneca nimmt für Corona-Impfstoff weniger Ertrag hin

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01.04.2021

Hamburg (dpa/lno) *16:20 Uhr – Beiersdorf hofft nach seinem Abstieg aus der Topliga der Deutschen Börse auf einen raschen Wiederaufstieg. Die Chancen stehen nicht schlecht, schließlich wird der Dax von 30 auf 40 Werte erweitert.

Der Hamburger Konsumgüter- und Kosmetikhersteller Beiersdorf hofft nach seinem Abstieg aus der Topliga der Deutschen Börse auf eine rasche Rückkehr in den Ende des Jahres auf 40 Werte erweiterten Dax.

Beiersdorf war im März nach gut zwölf Jahren im Deutschen Aktienindex Dax durch das Energietechnik-Unternehmen Siemens Energy ersetzt worden und ist nun im MDax der mittelgroßen Börsenwerte. Der Konzern sieht sich selbst mit einem Unternehmenswert von rund 20 Milliarden Euro im sicheren Mittelfeld der Dax-30-Skala. Er sei aber dennoch ausgeschieden, weil der Gesamtwert der frei handelbaren Aktien – 39 Prozent des Aktienbestands – nicht mehr unter den Top 30 liege, sagte Finanzvorstand Astrid Hermann.

Bereits Mitte Februar hatte Beiersdorf seine Geschäftszahlen für das Corona-Jahr 2020 vorgelegt. Danach schrumpfte der Umsatz im Vergleich zu 2019 um 8,2 Prozent auf 7,025 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn brach um 19,3 Prozent auf 636 Millionen Euro ein.

Zürich/Schweiz; Moskau/Russland (ots/PRNewswire) *13:16 Uhr – Acino schließt die Übernahme eines ausgewählten Portfolios von verschreibungspflichtigen pharmazeutischen Produkten und Nahrungsergänzungsmitteln der Ilmix Group Unternehmensgruppe in Russland ab

Acino gab heute den Abschluss der Übernahme eines ausgewählten Markenportfolios von der Ilmix Group Unternehmensgruppe in Russland bekannt. Die Transaktion umfasst acht verschreibungspflichtige Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel in den Bereichen Gynäkologie, gynäkologische Onkologie, Urologie und Dermatologie. Die Parteien schlossen zudem Herstellungs- und Liefervereinbarungen ab, wonach Mirax Bio Pharma, ein Unternehmen der Ilmix Group, die Produkte in Russland weiterhin im Auftrag von Acino herstellen wird, was einen ununterbrochenen Zugang zu den Patienten gewährleistet. Mit dieser Akquisition erhöht Acino seinen Marktanteil in Russland weiter und erreicht über 10 % in den adressierbaren Marktsegmenten und schafft es in die Top-65-Liste der Pharmaunternehmen.

Marburg (dpa) *12:17 Uhr – Spahn: Marburger Biontech-Werk „Meilenstein“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Impfstoff-Produktion im neuen Werk des Mainzer Unternehmens Biontech als „Meilenstein“ im Kampf gegen die Corona-Pandemie bezeichnet. Das Präparat von Biontech und seines US-Partners Pfizer spiele eine wichtige Rolle: „75 Prozent unseres bisherigen Impferfolges ist auch Biontech zu verdanken“, sagte Spahn am Donnerstag bei einer digitalen Pressekonferenz mit Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Biontech-Finanzvorstand Sierk Poetting. Von den bundesweit bislang 13,8 Millionen verabreichten Impfdosen stammten demnach 10,3 Millionen von Biontech, weitere um die 40 Millionen Dosen würden nach bisheriger Planung im zweiten Quartal erwartet.

Der Minister sah in der Inbetriebnahme des Werkes auch einen Startpunkt für Deutschland als „Impfstoff-Hub“: „Wir wollen gerne mRNA-Hub werden auch für die Welt und für Europa.“ Da sei die Produktionsstätte in Marburg ein wichtiger Schritt.

Biontech hatte vor wenigen Monaten die Marburger Betriebsstätte vom Pharmakonzern Novartis übernommen und für die Herstellung des mRNA-Impfstoffes umgerüstet. Rund zwei Monate nach dem Produktionsbeginn sollen in diesen Tagen die ersten Lieferungen das Gelände verlassen und zum Abfüllen und Etikettieren ins Werk von Partner Pfizer im belgischen Puurs gebracht werden.

Bouffier sagte mit Blick auf das Tempo beim Umbau und der behördlichen Zulassung: Marburg sei ein gutes Beispiel dafür, „dass es auch in Deutschland gelingen kann und muss, schneller zu werden, ohne dass man bei der Qualität Abstriche macht“.

Spahn betonte, es sei wichtig, auch im kommenden Jahr ausreichend Impfstoffe zur Verfügung zu haben – falls Dosen zur Auffrischung nötig werden oder Impfstoffe an Coronavirus-Varianten angepasst werden müssen. „Wir wollen und werden uns auch über 2021 hinaus entsprechende Kapazitäten sichern“, sagte er.

Tübingen (dpa) *08:26 –Curevac: Zu Beginn der Impfstoff-Entwicklung fehlte uns das Geld

Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac hat das lange Warten auf die EU-Zulassung des eigenen Corona-Impfstoffs auch mit Finanzierungsproblemen beim Entwicklungsstart begründet. Die mangelnden finanziellen Möglichkeiten zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 seien für Curevac ein Problem gewesen, sagte Vorstandschef Franz-Werner Haas der Stuttgarter Zeitung. „Wir hatten am Anfang nicht die Möglichkeit, Zulieferer vorweg zu bezahlen und erforderliche Geräte sowie Materialien zu reservieren, das heißt große Investitionen zu tätigen.“ Erst mit Verspätung sei Geld in die Kasse gekommen – etwa durch Finanzierungsrunden, einen dreistelligen Millionen-Zuschuss des Bundesforschungsministeriums und den Börsengang.

Haas betonte, man hätte „schneller sein können, wenn wir die Mittel früher gehabt hätten“. Als Gegenbeispiel führte er das US-Biotech-Unternehmen Moderna an, das mit seinem Corona-Impfstoff schon lange auf dem Markt ist. Moderna habe in den USA bereits früh eine Milliarde Dollar zur Verfügung gestellt bekommen. „Die US-Regierung hat Moderna große Freiheiten gelassen nach dem Motto: Fangt an, den Impfstoff zu entwickeln, wir wissen, es kann auch scheitern, aber wir müssen anfangen. Bei Curevac mussten wir erst einmal Finanzierungsrunden durchführen, um dahin zu kommen“, sagte Haas. „Da geht es um hohe dreistellige Millionenbeträge, die eine Biotech-Firma wie wir nicht so einfach zur Verfügung hatte.“

Curevac geht inzwischen davon aus, Anfang Juni die EU-Zulassung für seinen Corona-Impfstoff zu bekommen. „Es ist aber schwer, das genau zu terminieren, weil es von unterschiedlichen Kriterien abhängt“, sagte Haas. Momentan läuft eine bereits fortgeschrittene Studie in Europa und Lateinamerika mit rund 35 000 Teilnehmern zur Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten.

London/UK; Belgrad/Serbien (ots/PRNewswire) *07:03 Uhr –Frontier Pharma und Baystone Group schließen die Übernahme von Zdravlje, einem Hersteller hochwertiger Arzneimittel in Serbien, ab.

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