Newsticker April: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Astrazeneca nimmt für Corona-Impfstoff weniger Ertrag hin

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16.04.2021

Dessau-Roßlau (dpa) *17:02 Uhr – IDT Biologika füllt ab sofort Astrazeneca ab – Gespräche zu Sputnik V

Der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca soll in Sachsen-Anhalt früher als geplant abgefüllt werden: Ab sofort steige das Pharmaunternehmen IDT Biologika in die Produktion ein, teilte Firmenchef Jürgen Betzing am Freitag mit. Grund dafür seien kurzfristig frei gewordene Kapazitäten, die das Pharmaunternehmen Merz Pharma freigegeben hatte. Ursprünglich war der Beginn der Produktion für Anfang 2023 geplant.

In den kommenden drei Monaten sollen in Dessau-Roßlau nun mindestens zehn Millionen Impfdosen des britisch-schwedischen Herstellers abgefüllt werden. Danach laufen die vertraglich vereinbarten Rechte für Astrazeneca zunächst aus. Der Bund entschädigt Merz Pharma für das Entgegenkommen durch die freigegebenen Kapazitäten. Das deutete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Rande eines Besuches der Abfüllanlagen mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (beide CDU) am Freitag an.

Die abgefüllten Astrazeneca-Impfdosen verblieben nicht zwingend in Deutschland, sagte Firmenchef Betzing. Die Verteilung werde zwischen der EU und Astrazeneca geregelt. Bereits seit Mitte März füllt IDT Biologika auch den Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson ab und verpackt die Ampullen. Die ersten Chargen seien bereits ausgeliefert worden, sagte Betzing.

Längerfristig wird IDT Biologika dann ab Anfang 2023 den Impfstoff von Astrazeneca abfüllen. Dafür werden aktuell die Anlagen des Standortes für rund 100 Millionen Euro ausgebaut.

Laut IDT-Biologika-Chef Betzing führt das Unternehmen zudem Gespräche um eine mögliche Abfüllung des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik V.

Berlin (ots) *11:05 Uhr – Eckert & Ziegler erwirbt direkte Mehrheitsbeteiligung an Medikamentenentwickler Pentixapharm

Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik hat heute von den Gründern des Medikamentenentwicklers Pentixapharm mehrere Anteilspakete erworben. Zusammen mit einer internen Übertragung hält Eckert & Ziegler nach Vollzug der Transaktionen direkt rund 83 % der Anteile an dem Würzburger Unternehmen. Der Gesamtaufwand für die drei Anteilspakete beläuft sich auf etwa 30 Millionen Euro Die Zahlung des Kaufpreises erfolgt zu etwa einem Viertel in bar, im Übrigen in Form von Aktien der Eckert & Ziegler, die die Verkäufer mindestens bis zu dem Zeitpunkt halten werden, an dem eine Genehmigung zur Durchführung einer fortgeschrittenen klinischen Prüfung der Phase III für das Diagnostikum und Leitprodukt Pentixafor erwartet wird. Das Management der Pentixapharm, das die restlichen 17 % der Anteile hält, erhielt im Rahmen des Anteilsverkaufs zusätzlich Verkaufsoptionen auf die verbleibenden Anteile.

Dessau-Roßlau (dpa) *4:30 Uhr – Spahn besichtigt Ausbau der Impfproduktion in Sachsen-Anhalt

In Dessau-Roßlau soll mittelfristig der Astrazeneca-Impfstoff abgefüllt werden. Eine Woche nach der Grundsteinlegung einer neuen Produktionsanlage besucht Gesundheitsminister Jens Spahn den Standort. Dabei geht es auch um die Frage, wann es losgeht. Der Sprecher von IDT Biologika kündigte auch Neuigkeiten zur Impfstoffproduktion am Standort an.

Insgesamt investiert das Unternehmen rund 100 Millionen Euro in den Ausbau des Standortes in Sachsen-Anhalt. Bereits seit Mitte März füllt das Unternehmen auch den Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson ab und verpackt die Ampullen. Die ersten Chargen sind bereits ausgeliefert worden. Der US-Hersteller hatte seine Auslieferung an die EU-Staaten am Dienstag nach Berichten über Sinusvenenthrombosen verschoben.

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