Newsticker April: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Astrazeneca nimmt für Corona-Impfstoff weniger Ertrag hin

Seite: 15/20

Firmen zum Thema

13.04.2021

Leverkusen (dpa) *20:10 Uhr – Covestro hebt Gewinnprognose an

Der Kunststoffkonzern Covestro traut sich 2021 eine noch stärkere Gewinnerholung als bislang zu. Konzernchef Markus Steilemann kalkuliert laut einer Mitteilung vom Dienstagabend für das laufende Jahr mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen

(Ebitda) von 2,2 bis 2,7 Milliarden Euro. Bislang hatte der Manager zwischen 1,7 und 2,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Der auch für die Dividende wichtige freie operative Mittelzufluss wird nun zwischen 1,3 und 1,8 Milliarden Euro erwartet nach bislang angepeilten bis zu 1,4 Milliarden Euro.

New Brunswick (dpa) *18:22 Uhr – Corona-Impfstoff: Johnson & Johnson verschiebt Europa-Start

Ein neuer Rückschlag bei den Impfungen gegen Corona droht. Wie beim Impfstoff von Astrazeneca wurden auch beim Vakzin von Johnson & Johnson spezielle Thrombosen erfasst. Die USA stoppen die Verwendung vorübergehend. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte bereits eine Untersuchung einiger Fälle von Thrombosen nach einer Impfung mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson eingeleitet.

Der US-Pharmakonzern verzögert den Marktstart seines Impfstoffs in Europa. Das teilte der Konzern am Dienstag mit - nur einen Tag nachdem mit der Auslieferung begonnen worden war. In der EU war der Impfstoff von Johnson & Johnson am 11. März zugelassen worden. Am Montag hatte Johnson & Johnson mit der Lieferung in die EU-Staaten begonnen. Die Brüsseler Behörde erwartet bis Ende Juni 55 Millionen Dosen des Impfstoffs. Gut 10 Millionen Dosen sollen nach Deutschland gehen.

Wiesbaden (dpa) *12:11 Uhr – Chemie-Arbeitgeber halten Pflicht zu Testangebot für überflüssig

Die Chemie-Arbeitgeber halten die angekündigte Pflicht zum Angebot von Corona-Tests in den Betrieben für überflüssig. «Die Wirtschaft testet seit Monaten, wenn es für den Schutz unserer Mitarbeiter und die Abläufe in der Produktion nötig ist, und zwar ohne jeden gesetzlichen Zwang», erklärte der Präsident des Arbeitgeberverbandes BAVC, Kai Beckmann, am Dienstag in Wiesbaden. Er fügte hinzu: «Den Kampf gegen die Pandemie gewinnen wir nur, wenn wir dauerhaft schneller impfen. Wir gewinnen ihn nicht mit neuer Bürokratie für die Betriebe.»

Das Bundeskabinett hatte beschlossen, dass Unternehmen in Deutschland ihren Beschäftigten verpflichtend Corona-Tests anbieten müssen, wenn sie nicht im Homeoffice arbeiten. Es handelt sich bei dem Beschluss lediglich um eine Angebotspflicht, eine Testpflicht für Arbeitnehmer gibt es nicht. Auch eine Dokumentationspflicht für die Betriebe soll es nicht geben.

Berlin/Wien (dpa) *09:16 Uhr – Impfstoffe können schnell auf Mutanten angepasst werden

Corona-Impfstoffe können nach Angaben einer Expertin recht schnell auf mutierte Virustypen angepasst werden. «Für die Entwicklung müssen wir zirka sechs bis acht Wochen rechnen», erklärte die Präsidentin des Österreichischen Verbands der Impfstoffhersteller, Renée Gallo-Daniel, der dpa. Zunächst prüften die Hersteller aber, ob die vorliegenden Impfstoffe gegen die Mutanten wirksam oder zumindest teilweise wirksam sind.

Muss ein Impfstoff adaptiert werden, handle es sich um einen neuen Impfstoff, der wieder zugelassen werden müsse, erläuterte Gallo-Daniel. «Nach der Zulassung muss dann die Produktion umgerüstet werden.» Hier stelle sich die Frage, ob die gesamte Produktion auf die neuen, angepassten Impfstoffe umgestellt werden muss oder nur ein Teil. Zu klären sei auch, ob beide Impfstoffe gespritzt werden müssen oder man komplett auf den neuen «umswitcht». Die Umstellung der Produktion dauere ebenfalls einige Wochen.

(ID:47325088)