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Astrazeneca nimmt für Corona-Impfstoff weniger Ertrag hin

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14.04.2021

Amsterdam (dpa) *18:44 Uhr – EMA macht Risiko-Analyse zu Astrazenca-Impfstoff

Im Zusammenhang mit seltenen Fällen von Hirnthrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung plant die Europäische Arzneimittelbehörde EMA nun eine Analyse zu Risiken und Nutzen des Corona-Impfstoffs. Dies teilte die Behörde am Mittwoch in Amsterdam nach einem Treffen der EU-Gesundheitsminister mit. Überprüft werden sollen die allgemeinen Daten zu Impfungen und zum Verlauf der Pandemie wie Infektionsraten, Aufnahmen in Krankenhäuser, Sterblichkeit und Krankheitshäufigkeit.

Die Analyse soll dann Entscheidungshilfe für nationale Gesundheitsbehörden sein. Auf diese Weise könnten sie die Risiken des Präparats im Vergleich zu den Vorzügen für das Impfprogramm einschätzen, hieß es. Trotz einiger seltener Fälle von Hirnvenenthrombosen gibt die EMA bisher uneingeschränkt grünes Licht für den Wirkstoff. Die Vorteile des Schutzes vor Covid-19 seien höher zu bewerten als die möglichen Risiken.

Ludwigshafen (dpa/lrs) *09:18 Uhr – Impfzentrum auf BASF-Firmengelände in Ludwigshafen einsatzbereit

Das Impfzentrum auf dem BASF-Gelände in Ludwigshafen ist nach Angaben des Chemiekonzerns einsatzbereit. Bereits am (heutigen) Mittwoch sollte mit der Corona-Schutzimpfung der Belegschaft begonnen werden, wie das Unternehmen mitteilte. Die rheinland-pfälzische Landesregierung habe wöchentliche Lieferungen von Impfstoff zugesichert. Die Impfreihenfolge werde genauso eingehalten wie die Auswahl des Impfstoffs, sagte Vorstandsmitglied Michael Heinz.

Geimpft werden zunächst Mitarbeitende der BASF und von BASF-Töchtern in Ludwigshafen, die zur Impfgruppe 2 gehören, zum Beispiel aufgrund schwerer Vorerkrankungen.

Für das Impfzentrum wurde dem Unternehmen zufolge eine Multifunktionshalle umgebaut. Impfkabinen wurden eingerichtet, Laufwege gekennzeichnet, Warte- und Ruheräume definiert - alles nach Vorgaben aus Mainz. Erste Impfdosen waren am Montag eingetroffen.

Düsseldorf (dpa/lnw) *08:33 Uhr – Produktion von Desinfektionsmitteln in NRW verdreifacht

In Nordrhein-Westfalen sind im Corona-Jahr 2020 rund 26 820 Tonnen Desinfektionsmittel hergestellt worden. Das ist etwa drei Mal so viel wie im Jahr zuvor, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Im Vergleich zum Jahr 2010 (4100 Tonnen) habe sich die Menge mehr als versechsfacht. Grund für den starken Anstieg ist laut einer Sprecherin die Corona-Pandemie.

Schon im ersten Halbjahr 2020 sei die Herstellung von Desinfektionsmitteln in den 21 nordrhein-westfälischen Betrieben ausgeweitet worden. Von Januar bis Juni 2020 seien 15 107 Tonnen hergestellt worden - fast viermal so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres (2019: 4156 Tonnen).

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