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Geschäft im ersten Halbjahr Armaturenhersteller legen starken Start ins Jahr 2018 hin

| Redakteur: Tobias Hüser

Die deutschen Industriearmaturenhersteller geben weiter Gas – im ersten Halbjahr sorgten gute Exporte in die USA und nach China für ein florierendes Geschäft. Das außenwirtschaftliche Klima ist zwar rauer geworden, dennoch erwartet die Branche 2018 ein Umsatzplus von 4 %.

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Die zehn wichtigsten Abnehmerländer für deutsche Industriearmaturen
Die zehn wichtigsten Abnehmerländer für deutsche Industriearmaturen
(Bild: VDMA/Destatis)

Frankfurt am Main – Die deutschen Hersteller von Industriearmaturen profitierten im ersten Halbjahr 2018 von den guten konjunkturellen Rahmenbedingungen. Die Branche verbuchte ein nominales Umsatzplus von 8 %. „Getragen wurde dieses Umsatzwachstum von den sehr guten Auslandsgeschäften. Die Industriearmaturenumsätze legten innerhalb des Euroraums um 16 % zu, außerhalb der Eurozone um 8 %. Die Investitionsneigung im Inland hat spürbar angezogen, das kam der Industriearmaturenbranche zugute“, betonte Wolfgang Burchard, Gechäftsführer des Fachverbands Armaturen im VDMA. Im Inland stieg der Umsatz um 6 %.

In den einzelnen vom VDMA statistisch erfassten Produktgruppen entwickelten sich die Umsätze im ersten Halbjahr 2018 durchweg positiv. Die Hersteller von Sicherheits- und Überwachungsarmaturen verzeichneten ein nominales Umsatzplus von 17 %. Bei den Regelarmaturen stieg der Umsatz um 7 %, bei den Absperrarmaturen wuchs der Umsatz um 6 %. Der Auftragseingang insgesamt entwickelte sich im ersten Halbjahr 2018 mit einem Plus von 1 % nur leicht positiv. Die Bestellungen aus den 19 Euro-Ländern wuchsen zweistellig (+ 14 %), vom heimischen Markt kamen dagegen nur wenig positive Impulse. Der Auftragseingang wuchs hier um 1 %.

China und USA bleiben Top-Absatzmärkte

Im Zeitraum Januar bis Mai 2018 erzielten die deutschen Industriearmaturenhersteller ein Gesamtexportvolumen von 1,7 Milliarden Euro. Dies entsprach einer Steigerung von 4,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In den USA sorgte die Ende 2017 beschlossene Steuerreform für einen Paukenschlag. Schlagartig verbesserte sich Anfang 2018 das Investitionsumfeld für Unternehmen. US-Konzerne kündigten Investitionen in Milliardenhöhe an. Insbesondere der Ausbau der Öl- und Gasförderung sowie umfrangreiche Investitionen in die Petro- und Kunststoffchemie sind geplant. Die Exporte in den wichtigen Absatzmarkt USA stiegen im Zeitraum Januar bis Mai 2018 um 14,7 % auf 162,4 Millionen Euro. Im US-Geschäft ist aufgrund der großen finanzpolitischen Impulse der Steuerreform im Gesamtjahr mit kräftigen Zuwachsraten zu rechnen.

Für China deuten wichtige Indikatoren wie der Elektrizitätsverbrauch und die Dynamik der Importe darauf hin, dass die Konjunktur nach wie vor robust bleibt. Das spiegelt auch die Zuwachsrate der Industrie-armaturenexporte wieder. Im Zeitaum Januar bis Mai 2018 stiegen die Exporte um 12,9 % auf 198 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Die chinesische Regierung bremst allerdings derzeit die bisherige überaus hohe Kreditdynamik durch strengere Vergabekriterien. Auch deshalb wird sich der Trend der allmählichen Wachstumsverlangsamung in China in diesem Jahr fortsetzen. Die Absatzmärkte im Euroraum entwickelten sich in Summe ebenfalls positiv. Auch wenn die Exporte nach Frankreich (minus 6,9 %) und Österreich (minus 3,3 %) in den ersten fünf Monaten 2018 rückläufig waren. Besonders erfreulich waren die Exporte nach Italien (plus 13,0 %), Tschechien (plus 15,5 %) und Belgien (plus 22,9 %).

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Prognose für 2018

Der Aufschwung hat noch immer eine breite Basis, doch die Dynamik lässt nach. Die hohe Kapazitätsauslastung und günstige Finanzierungsbedingungen stimulieren zwar die Investitionsbereitschaft der Unternehmen, doch die geopolitischen und weltwirtschaftlichen Unsicherheiten verstärken gleichzeitig deren Vorsicht. Das außen-wirtschaftliche Klima ist rauer geworden. Selbst wenn nur kleine Teile des deutschen Exports von den bisher durch die USA verhängten Zölle betroffen sind, dürfte das Aufkeimen des Protektionismus negativ auf das Exportklima wirken und Unternehmen vorsichtiger agieren lassen.

Zusätzlich verunsichert sie die unklare Zukunft der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU. Die konjunkturellen Aussichten für den Rest des laufenden Jahres sind insgesamt dennoch weiterhin recht günstig, auch wenn der höhere Ölpreis die Einkommen etwas dämpfen und die Produktionskosten erhöhen wird. Der Fachverband hält daher an seiner Prognose für 2018 fest und rechnet mit einem nominalen Umsatzplus von 4 Prozent.

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