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CO2-Reduktion Altana setzt sich ambitionierte Klimaschutzziele

| Redakteur: Alexander Stark

Der Spezialchemiekonzern Altana will seine CO2-Emissionen bei Produktion und Energiebezug bis 2025 weltweit auf null reduzieren. Bereits ab 2020 wird die komplette Stromversorgung auf erneuerbare Energien umgestellt.

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Bis 2025 stellt der Spezialchemiekonzern Altana seine CO2-Emissionen bei Produktion und Energiebezug weltweit auf null.
Bis 2025 stellt der Spezialchemiekonzern Altana seine CO2-Emissionen bei Produktion und Energiebezug weltweit auf null.
(Bild: Altana)

Wesel – Große Chemieunternehmen wie Bayer und Lanxess haben es bereits angekündigt. Nun hat auch Altana bekannt gegeben, in den nächsten Jahren klimaneutral werden zu wollen. Bereits in diesem Jahr soll dafür die Stromversorgung auf Erneuerbare umgestellt werden. Den bis 2025 nicht vermeidbaren Einsatz von Erdgas kompensiert das Unternehmen durch die Finanzierung gleichwertiger Klimaschutzprojekte in den Regionen, in denen die CO2-Emissionen entstehen.

Das Gleiche gilt für die Kompensation von CO2-Emissionen durch notwendige Geschäftsreisen, Dienstwagen und Warentransporte. Damit erreicht der Spezialchemiekonzern bis 2025 in seinem direkten Einflussbereich Klimaneutralität. Das im Jahr 2007 selbst gesetzte Ziel, die CO2-Emissionen bezogen auf die Bruttowertschöpfung bis 2020 um 30 % zu senken, hatte der Konzern bereits 2017 erreicht.

Um die eigenen CO2-Emissionen weiter zu reduzieren, setzt Altana auf mehr Energieeffizienz und die Erzeugung von Strom und Wärme an seinen Standorten weltweit. Damit soll langfristig auch der Energieträger Erdgas durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Neben den bereits bestehenden Solaranlagen bei Elantas in Ascoli Piceno, Italien, und in den Niederlanden bei BYK in Deventer wurde eine weitere Photovoltaik-Anlage bei der Altana-Tochter im indischen Pune in Betrieb genommen, die den Strombedarf des neuen Forschungszentrums an diesem Standort deckt. Im italienischen Collecchio wird aktuell eine weitere Photovoltaik-Anlage für ein neues Produktions- und Laborgebäude errichtet.

Zusätzlich zu den Maßnahmen an den eigenen Standorten setzt der Spezialchemiekonzern in enger Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten ein Programm auf, um auch die CO2-Bilanz der zugekauften Rohstoffe konsequent weiter zu verbessern. Damit berücksichtigt das Unternehmen den CO2-Ausstoß seiner gesamten Wertschöpfungskette.

Laut CEO Babilas spielt die Industrie eine entscheidende Rolle, um den Klimaschutz weltweit voranzutreiben. Je mehr Unternehmen sich zur Klimaneutralität bekennen und entsprechende Fakten schaffen, würden desto schneller käme man bei der Realisierung der Pariser Klimaschutzziele voran. Die Politik müsse allerdings den unabdingbaren Rahmen dafür schaffen. Denn die Klimaschutzziele seien ohne ausreichend verfügbaren Strom aus erneuerbaren Energien zu wettbewerbsfähigen Preisen sowie die entsprechende Netzinfrastruktur nicht zu erreichen. Nach aktuellen Berechnungen des VCI steigt der jährliche Strombedarf der deutschen Chemie auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität bis 2050 auf mehr als das Elffache (628 TWh) des heutigen Wertes (54 TWh) an.

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