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Great Place to Work Award Wettbewerb zeichnet beste Arbeitgeber in der Chemiebranche aus

| Redakteur: Alexander Stark

Sieben Unternehmen aus der chemisch-pharmazeutischen Industrie sind im Rahmen des Wettbewerbs „Beste Arbeitgeber Chemie“ mit dem Great Place to Work Award ausgezeichnet worden. Die Initiative würdigt besondere Leistungen bei der Gestaltung vertrauensvoller und begeisternder Arbeitsbedingungen im Unternehmen, so die Organisatoren.

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Die Siegerunternehmen bei der Premiere des Wettbewerbs zur Auszeichnung der besten Arbeitgeber in der Chemiebranche.
Die Siegerunternehmen bei der Premiere des Wettbewerbs zur Auszeichnung der besten Arbeitgeber in der Chemiebranche.
(Bild: Great Place to Work)

Frankfurt; Weinheim – Die Branchen-Awards zur Auszeichnung der besten Arbeitgeber in der Chemie wurden vom internationalen Forschungs- und Beratungsinstitut Great Place to Work gemeinsam mit der Branchenzeitung Chemanager verliehen. Zuvor hatten sich die Preisträger – ebenso wie zahlreiche weitere Chemieunternehmen – freiwillig einer unabhängigen Standortbestimmung zur Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber unterzogen und der Beurteilung durch die eigenen Beschäftigten gestellt.

Die Great Place to Work Awards „Beste Arbeitgeber Chemie 2019“ wurden in vier Größenklassen vergeben. In der Kategorie der Firmen mit mehr als 1000 Beschäftigten in Deutschland wurden drei Unternehmen als besonders attraktive Arbeitgeber gewürdigt: die deutsche Tochter des US-Biopharmaunternehmens Abb Vie mit Sitz in Wiesbaden, der Kontaktlinsen- und Kontaktlinsenpflegemittel-Hersteller Alcon / Ciba Vision aus Großwallstadt sowie Roche Diagnostics in Deutschland mit Zentrale in Mannheim.

In der Kategorie der Chemieunternehmen mit 251 bis zu 1000 Mitarbeitenden belegt Delo Industrie Klebstoffe aus dem oberbayerischen Windach den Spitzenplatz, dicht gefolgt vom Schwarzwälder Lackspezialisten Frei Lacke. Bei den kleineren Unternehmen gingen die diesjährigen Great Awards an den Gießener Naturmedizinhersteller Pascoe (Größenklasse 50 bis 250 Beschäftigte) sowie an die deutsche Tochter des internationalen Erdölproduzenten Vermilion Energy Germany aus Hannover (Größenklasse 10 bis 49 Beschäftigte).

Das zeichnet die Preisträger aus

Gemeinsam sei allen ausgezeichneten Chemieunternehmen, dass es ihnen gelänge, ein hohes Maß an Vertrauen, Begeisterung und Zusammenhalt in der betrieblichen Zusammenarbeit zu stiften, teilten die Organisatoren mit. Die Mitarbeitenden fühlen sich hier in überdurchschnittlicher Weise wertgeschätzt, gefördert und im Unternehmen eingebunden. Im Einzelnen deutlich positiver als im Branchen-Durchschnitt beurteilt werden beispielsweise: das kompetente Verhalten der Führungskräfte (positive Zustimmung: 75 % vs. 61 %), die Förderung der beruflichen Entwicklung (71 % vs. 55 %), eine offene und ehrliche Feedbackkultur im Unternehmen (74 % vs. 51 %), die betriebliche Unterstützung der Balance von Beruf und Privatleben (73 % vs. 49 %), die Gesundheitsförderung (84 % vs. 61 %) und die angemessene Beteiligung am Unternehmenserfolg (70 % vs. 50 %). Deutlich positiver als üblich wird auch hervorgehoben, dass die Mitarbeitenden gerne zur Arbeit kommen (77 % vs. 60 %), in Entscheidungen einbezogen werden (65 % vs. 49 %), dass die Führungskräfte aufrichtiges Interesse an der Person der Mitarbeitenden und nicht nur ihrer Arbeitskraft zeigen (72 % vs. 54 %) und dass im Unternehmen alle an einem Strang ziehen (73 % vs. 52 %).

88 % der Beschäftigten der aktuellen Preisträger beurteilen ihr Unternehmen alles in allem als sehr guten Arbeitsplatz; in gewöhnlichen Unternehmen tun dies hierzulande nur 65 %. Dies wirkt sich auch auf die Weiterempfehlungsbereitschaft aus: 85 % der Mitarbeitenden der Preisträger "Beste Arbeitgeber Chemie 2019" sind bereit, ihr eigenes Unternehmen als Arbeitgeber weiterzuempfehlen; in gewöhnlichen Unternehmen in Deutschland sind dies nur 57 %.

Gute Arbeitsplatzkultur zahlt sich aus

Dass sich die Gestaltung einer vertrauensvollen und begeisternden Kultur der Zusammenarbeit für Unternehmen nachhaltig auszahlt, zeigen auch weitere Ergebnisse des Arbeitgeber-Benchmarkings: die Preisträger weisen im Vergleich zu gewöhnlichen Unternehmen signifikant niedrigere Fluktuationsraten und Fehlzeiten auf; zugleich deutlich höhere Bewerbungsquoten. Nicht zuletzt profitieren sie im Vergleich zur Branche auch von einer überdurchschnittlichen Umsatzentwicklung (Managementzustimmung: 71 % vs. 38 %) und höherer Innovationskraft (88 % vs. 58 %). Kurz: eine vertrauensvolle und begeisternde Unternehmenskultur zahlt sich für Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen aus.

Im Rahmen der Premiere der Initiative hatten sich 24 große und kleinere Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen Industrie freiwillig einer unabhängigen Überprüfung ihrer Arbeitsplatzkultur und einer ausführlichen Befragung der eigenen Mitarbeitenden durch das Great Place to Work Institut gestellt. Repräsentativ befragt wurden insgesamt über 25.000 Beschäftigte.

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