Ex-geschützte HMI-Systeme für die Life-Science-Produktion
Wenn Explosionsschutz und Hygiene zusammenkommen

Ein Gastbeitrag von Dr. Martin Printz, Geschäftsführer Systec & Solutions 3 min Lesedauer

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HMI-Systeme für explosionsgeschützte Bereiche in der Life-Science-Produktion müssen Ex-Schutz- und Hygiene-Anforderungen gleichermaßen erfüllen. Konstruktion, Materialauswahl und die Einbindung in validierbare Arbeitsprozesse sind dabei eng miteinander verknüpft.

Ex-geschützte HMI-Systeme lassen sich in der Life-Science-Produktion nicht isoliert als Einzelkomponenten betrachten, denn hier greifen Explosionsschutz, Hygiene, IT-Integration und Bedienbarkeit eng ineinander.(Bild:  Systec & Solutions)
Ex-geschützte HMI-Systeme lassen sich in der Life-Science-Produktion nicht isoliert als Einzelkomponenten betrachten, denn hier greifen Explosionsschutz, Hygiene, IT-Integration und Bedienbarkeit eng ineinander.
(Bild: Systec & Solutions)

Explosionsgefährdete Bereiche gehören in vielen Produktionsumgebungen der Life-Science-Industrie – etwa bei der Tablettenherstellung – zum Betriebsalltag. Prozesssicherheit, Auditfähigkeit, Hygiene, Dokumentation und digitale Integration sind wesentliche Anforderungen in dieser Branche. Für HMI-Systeme entsteht daraus ein komplexes Anforderungsprofil: Sie müssen sich sicher in explosionsgefährdeten Bereichen einsetzen lassen, hygienegerecht konstruiert sein und sich gleichzeitig in moderne Automatisierungs- und IT-Architekturen integrieren. Ein Beispiel für entsprechende Systeme sind die Pilot-Ex-HMIs von Systec & Solutions. Sie sind für den Einsatz in Class I, Division 2 und Class II, Division 2 (NEC 500) und Class I, Zone 2 (NEC 505) und Class II, Zone 22 (NEC 506) sowie Class III, Zone 22 (NEC 506) zertifiziert und eignen sich damit für Produktionsbereiche, in denen explosionsfähige Atmosphären im Normalbetrieb nicht dauerhaft vorhanden sind, jedoch unter bestimmten Bedingungen oder im Fehlerfall auftreten können.

Elektronische Systeme als potenzielle Zündquellen

Die zentrale technische Anforderung ist der Explosionsschutz. Elektronische Systeme können durch Stromfluss, Wärmeentwicklung oder mechanisch verursachte Funken als potenzielle Zündquelle wirken. Ziel ist es daher, diese Risiken konstruktiv zu beherrschen.