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Rohstoffpreise Februar 2020 Weltrohstoffpreise sinken leicht

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die Weltrohstoffpreise sanken im Januar auf Dollar-Basis gerechnet um 3,3 %. Infolge der leichten Abwertung des Euro zum Dollar fiel der Rückgang in Inlandswährung leicht geringer aus. Unverändert stehen die geopolitischen Risiken und deren Auswirkungen auf die Weltkonjunktur im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

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Aktuell sind die Rohstoffpreise auf Sinkflug – Geopolitsche Risiken wirken sich weiterhin auf die internationalen Rohstoffmärkte aus.
Aktuell sind die Rohstoffpreise auf Sinkflug – Geopolitsche Risiken wirken sich weiterhin auf die internationalen Rohstoffmärkte aus.
(Quellen: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Düsseldorf – Zwar hat sich der aktuelle Handelskonflikt zwischen den USA und China etwas beruhigt, von Entwarnung kann jedoch keine Rede sein. Ebenso sind die Auswirkungen des Brexits und die an-stehenden Neuverhandlungen über die Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und Großbritannien noch unklar. In China wird befürchtet, dass das Coronavirus zu einer weiteren Abschwächung des Wirtschaftswachstums führen könnte. Dort läuft die Primärerzeugung von Aluminium, Kupfer oder Zink normal weiter, die Werksferien der Abnehmer wurden jedoch deutlich verlängert. Zudem beeinträchtigen verhängte Fahrverbote die Logistik in bestimmten Regionen. Dies führt zu temporären Überangeboten, die jedoch nach einer Normalisierung schnell abgebaut werden dürften.

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Für die USA wird geschätzt, dass die weitere Produktionsunterbrechung bei Boeing zu einem um 0,5 % geringeren Wirtschaftswachstum führen könnte. Etwas Entspannung hat es an den Krisenherden in der Golf-Region gegeben. Sowohl der Iran als auch die USA bemühen sich um Deeskalation. Mit den Verhandlungen über eine Waffenruhe in Libyen verbindet sich die Hoffnung, dass auch die dortige Rohölförderung wieder anziehen könnte. Dies zusammen hat zuletzt bewirkt, dass der Rohölpreis wieder deutlich abgesunken ist. Gleichwohl erwartet die Industriebank IKB, dass sich der Rohölpreis bis Ende März weiter um die Marke von 60 Dollar je Barrel Brent bewegen wird und der Preis für die amerikanische Referenzsorte WTI rund acht Dollar darunter liegen dürfte.

Für den Wechselkurs des Dollar zum Euro sehen die Experten bis Ende des ersten Quartals 2020 eine Bewegung um die Marke von 1,12 Dollar je Euro. Im Verlauf des Jahres 2020 erwartet die IKB eine Aufwertung des Euro.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden, können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachsehen.

Die Experten der IKB analysieren monatlich die Rohstoffmärkte und PROCESS berichtet. Alle Rohstoffpreise der letzten Jahre und Monate finden Sie auf unserer Rohstoff-Spezialseite: Weltrohstoffpreise im Wandel

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