Klimawandel-Folgen Zehn Maßnahmen sollen Deutschlands Wasserresilienz stärken

Quelle: DWA 2 min Lesedauer

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Die verlässliche Verfügbarkeit von Wasser entwickelt sich zunehmend zu einer Standortfrage. Die DWA schlägt deshalb einen Wasserresilienz-Pakt mit zehn Zielen vor, der politische Zuständigkeiten bündeln, Investitionen fördern und die Umsetzung von Vorsorgemaßnahmen beschleunigen soll.

Die DWA plädiert dafür, Wassersicherheit bei Infrastruktur-, Wirtschafts- und Klimaanpassungsentscheidungen systematisch mitzudenken. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die DWA plädiert dafür, Wassersicherheit bei Infrastruktur-, Wirtschafts- und Klimaanpassungsentscheidungen systematisch mitzudenken.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Niedrigwasser auf Rhein, Elbe und weiteren Bundeswasserstraßen beeinträchtigt Transport, Industrie und Lieferketten. Waldbrände verursachen hohe Schäden und binden erhebliche Einsatzkräfte. Trockenheit führt zu Ernteausfällen, belastet Landwirtschaft und Wälder und setzt Gewässer unter Druck. Gleichzeitig geraten Städte sowie Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen durch anhaltende Hitzeperioden zunehmend an Belastungsgrenzen.

Für die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) zeigen diese Entwicklungen deutlich: Wasser wird zu einem entscheidenden Faktor für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Wasserresilienz muss deshalb stärker als bisher Teil der Wirtschafts-, Infrastruktur- und Klimaanpassungspolitik werden. Anlässlich der Kabinettsklausur der Bundesregierung legt die Vereinigung einen Wasserresilienz-Pakt für Deutschland vor. Er bündelt zehn zentrale Ziele, die Deutschland widerstandsfähiger gegenüber Niedrigwasser, Dürre, Waldbränden, Wasserknappheit und Hitzefolgen zu machen sollen:

  • Wasserresilienz als Gemeinschaftsaufgabe begreifen
  • Schwammlandschaft als nationales Ziel verfolgen
  • Moore, Auen und Gewässer als natürliche Infrastruktur schützen
  • Schwammstadt und Schwammdorf als bundesweiten Investitionsschwerpunkt etablieren
  • Stadtgrün mit Wasser versorgen
  • Wasserwiederverwendung ermöglichen
  • Regionale Wasserbilanzen einführen
  • Dürre- und Niedrigwasservorsorge professionalisieren
  • Klimaanpassung messbar machen
  • Umsetzung beschleunigen

„Wassersicherheit entscheidet zunehmend mit über die Zukunftsfähigkeit unseres Standorts. Ohne verlässliche Wasserverfügbarkeit gibt es weder eine wettbewerbsfähige Industrie noch klimaresiliente Städte und Regionen. Deutschland hat das Wissen, die Technologien und die Fachleute. Jetzt geht es darum, daraus Tempo zu machen: mit klaren Prioritäten, verlässlichen Rahmenbedingungen und einer Umsetzung, die Bund, Länder und Kommunen gemeinsam tragen“, sagt Dr.-Ing. Lisa Irwin-Broß, Vorständin der DWA.

Der Wasserresilienz-Pakt versteht sich als Angebot an Bund, Länder und Kommunen, Wasserresilienz zu einem gemeinsamen politischen Handlungsfeld zu machen. „Wir brauchen keine weitere Problembeschreibung. Wir müssen vom Wissen ins Handeln kommen. Die Lösungsansätze liegen auf dem Tisch. Jetzt geht es darum, Prioritäten zu setzen, Umsetzung zu beschleunigen und Fortschritte messbar zu machen“, so Irwin-Broß.

Die Vereinigung plädiert dafür, Wassersicherheit bei Infrastruktur-, Wirtschafts- und Klimaanpassungsentscheidungen systematisch mitzudenken. Denn Wasser sichert industrielle Wertschöpfung, Landwirtschaft, Energieversorgung, Logistik und die öffentliche Daseinsvorsorge. „Wasserresilienz ist keine Umweltfrage. Wasserresilienz ist eine Zukunftsfrage für Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Lebensqualität in Deutschland,“ betont der DWA.

Die DWA bietet Bund, Ländern und Kommunen an, die Umsetzung des Pakts fachlich zu unterstützen. Vorgesehen sind eine Roadmap mit Zeithorizonten und klaren Verantwortlichkeiten für die zehn Maßnahmen sowie die Aufbereitung übertragbarer Praxisbeispiele aus Kommunen und Regionen. Darüber hinaus will die Vereinigung fachliche Szenarien für den Investitions- und Finanzierungsbedarf entwickeln und Expertenformate mit Bundesministerien, Ländern, kommunalen Spitzenverbänden, Wissenschaft und Wirtschaft organisieren.

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