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Wasser- und Abwasserpumpen

Was Betreiber von Wasser- und Abwasserpumpen beachten sollten

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Bittermann / Dr. Jörg Kempf

Die Pumpentechnologie „Flygt Experior“ besteht aus adaptiver N-Laufrad-Technologie, Smart-Run-Steuerung und Premium-Motoren.
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Die Pumpentechnologie „Flygt Experior“ besteht aus adaptiver N-Laufrad-Technologie, Smart-Run-Steuerung und Premium-Motoren. (Bild: Xylem)

Kommunen stehen vor der Herausforderung, bei der bekannt knappen Kassenlage trotz steigender Kosten ihren Aufgaben gerecht zu werden. Die effiziente Nutzung von Energie in der Wasser- und Abwasserwirtschaft ist ein wichtiger Lösungsansatz. Wasser- und Abwasser-Pumpen für die Versorgung mit Wasser bzw. Entsorgung von Abwasser spielen dabei eine wichtige Rolle.

„Die Bandbreite der Verfahren zur Energiegewinnung und zum Energiesparen im Wasser- und Abwasserbereich ist inzwischen enorm. Als fast unumgänglich wird heute beim Energiesparen im Abwasserbereich der Austausch von Anlagenteilen durch energieeffizientere Komponenten angesehen“, so Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW.

Der Energiebedarf wasserwirtschaftlicher Anlagen hängt unmittelbar mit Aufbereitungs- und Behandlungsintensität, Verteilungsstruktur und Sammlungsmethodik des Rohwassers bzw. des Abwasserstromes zusammen. In der Wasserversorgung müssen derzeit – so der Verband kommunaler Unternehmen VKU – im Durchschnitt 16,6 % der Gesamtkosten für Energie aufgewendet werden. In der öffentlichen Abwasserbehandlung entfallen sogar rund 25 % des Energieverbrauchs einer Kommune allein auf den Kläranlagenbetrieb. Keine Frage also, dass dem Thema Energieeffizienz in der kommunalen Wasserwirtschaft hohe Bedeutung zukommt.

Eindrücklich belegt wird dies durch die Tatsache, dass über zwei Drittel der Unternehmen in den letzten Jahren erfolgreich Investitionen in energetische Optimierungen vorgenommen haben. Die kommunalen Unternehmen konnten zwischen 2006 und 2011 ihren Primärenergiebedarf durchschnittlich um 11 % senken. Bis 2016 planen die Unternehmen, 23 % Senkung zu erreichen und somit fast ein Viertel alleine durch Effizienzmaßnahmen einzusparen.

Energieeffizienz in der Wasserversorgung

Wasserversorgungsunternehmen müssen ihren Kunden Trinkwasser jederzeit in einwandfreier Qualität, ausreichender Menge und adäquatem Druck zur Verfügung stellen. Die Wasserqualität und die Versorgungssicherheit haben absolute Priorität – zugleich steht jeder Wasserversorger aber auch unter dem Druck, die Betriebskosten zu reduzieren. Ein Maß für die Wirtschaftlichkeit ist der spezifische Energieaufwand in kWh je m³ Reinwasser. Aber welcher Wert ist als „gut“ einzustufen, welcher ist eher „schlecht“? Ein interessantes Ergebnis dazu erbrachte eine Umfrage im Rahmen des Projektes „Energieeffizienz/Energieeinsparung in der Wasserversorgung“ der DVGW-Forschungsstelle TUHH an der Technischen Universität Hamburg-Harburg. Demnach liegt bei teilnehmenden 422 Versorgungsunternehmen der Medianwert des spezifischen Energieverbrauchs (Stromverbrauch) pro Kubikmeter Reinwasserabgabe bei 0,58 kWh/m³ (siehe Diagramm unten). Wer als Versorger ungünstigere Werte verzeichnet, sollte seine Technik unter die Lupe nehmen. Ein hohes Einsparpotenzial verspricht der prüfende Blick auf die Pumpen: Zwischen 25 und 50 % der Betriebskosten eines Wasserwerks entfallen auf die eingesetzten Pumpen zur Rohwasserförderung, zum Beschicken der Filteranlagen und zur Druckerhöhung.

Drei Beispiele für besonders sparsam agierende Wasserpumpen finden Sie auf der nächsten Seite.

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