Wasser- und Abwasserpumpen

Was Betreiber von Wasser- und Abwasserpumpen beachten sollten

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Mit geringem Aufwand zu mehr Energieeffizienz

Ein erster Ansatzpunkt, mit vergleichsweise geringem Aufwand deutliche Energieeffizienzsteigerungen zu erzielen, ist, Pumpen und Verdichter nur mit Motoren hoher Effizienzklasse einzusetzen.

So hat beispielsweise Wilo seine Pumpen- und Systemtechnik den gestiegenen Anforderungen in der Abwasserwirtschaft angepasst: mit einem breiten Programm an energieeffizienten Tauchmotorpumpen und Rührwerken für die kommunale Abwasserentsorgung und Klärwerkstechnik. Als jüngste Meilensteine gelten die Laufradbaureihe „Solid“ für den wirkungsgradoptimierten Einsatz in stark feststoffhaltigen Rohabwässern sowie besonders energiesparende und wirtschaftliche IE3-Motoren für Tauchmotorrührwerke. Auch neue Feststoff-Trennsysteme sorgen für mehr Betriebssicherheit und neue Dimensionen der Energieeffizienz, so der Hersteller.

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Die von Xylem präsentierte Pumpentechnologie „Flygt Experior“ besteht aus adaptiver N-Laufrad-Technologie, Smart-Run-Steuerung und Premium-Motoren: Die Technologie sorge für niedrigste Energiekosten sowie für höchste und konstante Wirkungsgrade im Abwassereinsatz bei unübertroffener Verstopfungsfreiheit, betonen die Entwickler. Sie verweisen zudem auf die intelligenteste Steuerung von Abwasserpumpen, die derzeit erhältlich sei. Sie sorge dafür, dass bei jedem Pumpenzyklus der energetisch bestmögliche Betriebspunkt durch Drehzahlanpassung erreicht wird. Erste Fallstudien zeigen, dass der Einsatz von Flygt-Pumpen mit Experior-Technologie Energieeinsparungen von bis zu 50 % ermöglicht.

Andritz setzt bei Pumpen, wo der Betreiber hohe Anforderungen an Betriebssicherheit, Wartungsfreiheit, Standzeit, Wirkungsgrad und flexible Förderhöhen legt, nicht mehr auf das Konzept der durchgängigen Welle, sondern auf die Modular Shaft Technology: Sie biete Vorteile durch die flexible Anpassung an sich verändernde Förderbedingungen durch das einfache Ergänzen bzw. Reduzieren der Stufenzahl.

Fazit

Der Betrieb von Pumpen in der Wasserwirtschaft ist wesentlicher Kostenfaktor. Die Betreiber sollten das Angebot vieler Hersteller in Anspruch nehmen, die Lebenszykluskosten der bereits installierten Pumpen in Augenschein zu nehmen – fast immer lohnt sich der Austausch gegen moderne, effizientere Aggregate. Das gilt auch, wenn die Pumpen technisch ihre Funktion erfüllen.

* Der Autor ist freier Mitarbeiter bei PROCESS.

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