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Zwei Millionen Euro Investition

Wacker erweitert Keten-Verbund in Burghausen

| Redakteur: Tobias Hüser

Wacker Biosolutions stärkt seine Keten-Verbundproduktion am Standort Burghausen in Deutschland. Der Münchner Chemiekonzern errichtet dazu einen weiteren Reaktor zur Herstellung von Isopropenylacetat (IPA) mit einer Kapazität von 2500 t/a. IPA ist ein wichtiger Rohstoff zur Herstellung von Acetylaceton. Für den Ausbau der Produktion sind Investitionen von knapp zwei Millionen Euro vorgesehen.

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Neuer IPA-Reaktor als Teil der Keten-Verbundproduktion im Wacker-Werk Burghausen: In verschiedenen Schritten entstehen hier aus Essigsäure Keten, Isopropenylacetat und Acetylaceton.
Neuer IPA-Reaktor als Teil der Keten-Verbundproduktion im Wacker-Werk Burghausen: In verschiedenen Schritten entstehen hier aus Essigsäure Keten, Isopropenylacetat und Acetylaceton.
(Bild: Wacker)

Burghausen – Die Anlage soll voraussichtlich im 2. Halbjahr 2017 fertiggestellt werden. Darüber hinaus übernimmt Wacker im April von dem Unternehmen Acetonate den Vertrieb für die Feinchemikalie Calcium-Acetylacetonat, einem Folgeprodukt von Acetylaceton (AcAc), und rundet damit den bestehenden Keten-Verbund in Burghausen ab.

„Der neue IPA-Reaktor ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung unseres Keten-Verbunds in Burghausen“, begründete Wacker-Vorstandsmitglied Auguste Willems die Investition. „Die Erweiterung ist Teil unserer Strategie, den Anteil von Spezialitäten an unserem Gesamtgeschäft zu steigern.“ Mit der Ausbaumaßnahme und der Vertriebspartnerschaft mit Acetonate will der Hersteller von Feinchemikalien sein Portfolio für unterschiedlichste Branchen weiter ausbauene – von Pharmaprodukten bis hin zu industriellen Anwendungen im Kunststoffbereich.

Synthesebausteine für zahlreiche Industrien

Die neue Anlage ist eine wichtige Ergänzung in der Wertschöpfungskette am Standort Burghausen. In der ineinandergreifenden Verbundproduktion entstehen so aus Essigsäure zuerst Keten, im nächsten Schritt Isopropenylacetat und daraus dann Acetylaceton. IPA und AcAc finden beide als Synthesebausteine in zahlreichen Industrien Verwendung, von Pharmawirkstoffen bis hin zu Speziallacken für Automobile. Darüber hinaus dient AcAc auch als Ausgangsstoff für weitere Produkte im Wacker-Portfolio.

Zur weiteren Stärkung der Verbundproduktion und Vorwärtsintegration übernimmt Wacker zudem im April das Geschäft mit der Feinchemikalie Calcium-Acetylacetonat (Ca-AcAc) von cetonate in Greiz. Acetonate wird weiter im Auftrag von Wacker Ca-AcAc produzieren, der Münchner Chemiekonzern übernimmt jedoch den Vertrieb der gesamten Produktionsmenge von rund 900 t/a

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