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Branche trotzt rauen Gewässern Umsatz mit Maschinen und Anlagen legt weltweit um 4 % zu

| Redakteur: MA Alexander Stark

Nach Schätzungen der VDMA-Volkswirte stieg der Umsatz mit Maschinen trotz politischer Querelen im Jahr 2018 insgesamt um 4 % auf 2,6 Billionen Euro. Überdurchschnittlich entwickelte dabei sich der Maschinenbau in Asien. Mit einem Plus von 5 % auf knapp 1,34 Billionen Euro blieb Asien die mit Abstand größte Fertigungsregion in der Maschinenindustrie.

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Neue Maschinen und Anlagen waren auch im vergangenen Jahr trotz aller Handelsstreitigkeiten und politischer Querelen weltweit gefragt.
Neue Maschinen und Anlagen waren auch im vergangenen Jahr trotz aller Handelsstreitigkeiten und politischer Querelen weltweit gefragt.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Frankfurt am Main – Etwas mehr als die Hälfte des gesamten Weltmaschinenumsatzes wurde laut VDMA in Asien erwirtschaftet. Das Wachstumstempo in Gesamt-Europa und in den EU-Ländern insgesamt entsprach jeweils dem Weltdurchschnitt von plus 4 %. Die EU-Länder produzierten zwar deutlich weniger Maschinen (694 Milliarden Euro) als Asien, jedoch gut doppelt so viele wie die USA (plus 2 % auf 334 Milliarden Euro). Der Zuwachs des weltweiten Maschinenumsatzes sei erfreulich, hätte aber in einem ruhigeren politischen Umfeld noch höher ausfallen können, kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis. Die Folgen der Handelsstreitigkeiten oder des Brexits würden wir aufgrund der teils langen Vorlaufzeiten im Maschinenbau vermutlich erst in diesem Jahr so richtig sehen.

Deutschland hält seit 2013 die Position als drittgrößter Maschinenproduzent der Welt. Im vergangenen Jahr erreichte das Umsatzvolumen 297 Milliarden Euro (plus 4 %). Damit entfielen gut 11 % des weltweiten Maschinenumsatzes auf die Bundesrepublik. Mit deutlichem Abstand an der Spitze rangierte abermals China. Den Titel als weltgrößter Maschinenhersteller hält das Land bereits seit 2009. Ein Gesamtumsatz von 856 Milliarden Euro bedeutete auf Euro-Basis ein Plus von 7 % zum Vorjahr. Auch in Japan (Platz 4) konnten die Maschinenhersteller ihren Umsatz um 2 % auf 264 Milliarden Euro steigern. Italien, die Nummer 5 im Welt-Maschinenbau, erhöhte den Umsatz um 4 % auf 126 Milliarden Euro. Im Fall von Italien und auch den USA geben Abschreibungserleichterungen Rückenwind.

Die ersten fünf Länder der Rangliste (China, USA, Deutschland, Japan, Italien) stehen zusammen für 72 % des Weltmaschinenumsatzes. Einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf die weltweiten Umsatzzahlen hatten auch 2018 Wechselkursveränderungen. So verlor der Renminbi 2018 im Jahresmittel zum Euro rund 2 % an Wert, zum Yen waren es fast 3 % und zum Dollar sogar etwas mehr als 4 %. Dies bedeutet, dass das Umsatzplus bei allen drei Ländern in nationaler Währung höher ausfiel, als in der einheitlichen Euro-Betrachtung.

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