Suchen

Auszeichnung für junge Verfahrensingenieure TU Clausthal gewinnt Chemplant-Wettbewerb des VDI

| Redakteur: MA Alexander Stark

Die Gewinner des Studierenden-Wettbewerbs Chemplant der kreativen jungen Verfahrensingenieure der VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (GVC) kommen in diesem Jahr von der TU Clausthal. Das Siegerteam stellte eine fiktive Proteinquelle vor, die für Vegetarier und Veganer geeignet ist und einen geringeren ökologischen Fußabdruck als Sojaproteinkonzentrat hat.

Firmen zum Thema

Das Siegerteam überzeugte mit einem veganen Proteinkonzentrat mit geringem Flächen- und Wasserbedarf und negativen CO2-Emissionen.
Das Siegerteam überzeugte mit einem veganen Proteinkonzentrat mit geringem Flächen- und Wasserbedarf und negativen CO2-Emissionen.
(Bild: TU Clausthal)

Frankfurt am Main – Die Studierenden der TU Clausthal Deniz Cifci, André Hebenbrock, Dominika Siwek, Hannes Stagg und Teamleiterin Lydia Weseler überzeugten die Jury des Chemplant-Wettbewerbs auf der digitalen Processnet-Jahrestagung. Das Team verwendet das Bakterium Cupriavidus necator, um Microtein – ein fiktives veganes Proteinkonzentrat mit geringem Flächen- und Wasserbedarf und negativen CO2-Emissionen – herzustellen.

Die Aufgabe für die Wettbewerbsteilnehmer bestand darin, aus CO2 eine alternative Proteinquelle für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie zu entwickeln. Zu bewerten waren sinnvolle Reinheitsgrade, Kosten der vermarktbaren Stoffströme sowie die Auswirkung des Gesamtverfahrens auf die Umwelt. Im besonderen Fokus bei der Konzept- und Verfahrensentwicklung standen Innovation, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Microtein enthält 78 % Protein, womit der Eiweißgehalt im Vergleich zu Sojaproteinkonzentrat um knapp 20 % gesteigert ist. Darin sind alle essenziellen Aminosäuren vorhanden, was eine optimale Voraussetzung für die menschliche Ernährung darstellt.

Am Chemplant-Wettbewerb beteiligten sich 17 Studententeams. Die Clausthaler erhalten für ihr Siegerkonzept ein Preisgeld von 2000 Euro. Die zweit- und drittplatzierten Teams von der Hochschule Niederrhein und der RWTH Aachen dürfen sich über 1000 bzw. 500 Euro Preisgeld freuen.

Die VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (GVC) führt den Chemplant-Wettbewerb jährlich mit wechselnden Aufgabenstellungen durch. Ziel ist es, Studierende dafür zu begeistern, industrielle Prozesse zu planen und neue Anlagen zu konzipieren. Vor allem soll zum Querdenken angeregt werden – auch auf den ersten Blick verrückt scheinende Ideen sind ausdrücklich erwünscht. Der Chemplant-Wettbewerb 2020 wurde finanziell unterstützt von den Unternehmen BASF, Bayer, Clariant, Covestro, Evonik und Merck.

(ID:46902238)