Newsticker Oktober: Aktuelles aus der Prozessindustrie Tödlicher Arbeitsunfall auf BASF-Gelände

Von Wolfgang Ernhofer 10 min Lesedauer

Im ständig aktuellen Newsticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst.

(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

08.10.2026

Dresden (dpa/sn) *18:30 Uhr – Kretschmer sichert GSK-Beschäftigten Unterstützung zu

Mit einer Demonstration haben Beschäftigte des Impfstoffherstellers GSK in Dresden für den Erhalt ihres Werks protestiert. «Das Serumwerk Dresden wird gebraucht. Auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten», sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bei einer Kundgebung auf dem Neumarkt.

GSK will das Dresdner Werk bis Ende 2028 schließen. Davon sind nach Angaben der Industriegewerkschaft IGBCE 641 Beschäftigte betroffen. Die Demonstranten zogen am Nachmittag vom Werk in der Zirkusstraße zum Neumarkt. Dort forderten Betriebsrat und Gewerkschaft eine Perspektive für den traditionsreichen Standort.

Kretschmer sicherte der Belegschaft Unterstützung durch die Staatsregierung zu. Man wolle gemeinsam mit Betriebsrat, Gewerkschaft und weiteren Partnern nach Lösungen suchen und auch auf den Konzern zugehen. GSK müsse sich dabei kooperativ zeigen und den Weg frei machen, wenn es eine tragfähige Perspektive für den Standort gebe.

Der Ministerpräsident verwies auf die Bedeutung des Werks für die Arzneimittelversorgung. Deutschland und Europa müssten wieder stärker Medikamente und Impfstoffe selbst herstellen, sagte Kretschmer. Es sei problematisch, wenn Produktion vor allem ins Ausland verlagert werde, während bei immer mehr Arzneimitteln Lieferengpässe bestünden.

Betriebsrat und IGBCE halten das Serumwerk für wirtschaftlich zukunftsfähig. Sie fordern von GSK ausreichend Zeit für eine Investorensuche sowie die Zusage, den Standort mit Beschäftigten, Anlagen und Know-how funktionsfähig zu erhalten.

Ludwigshafen (dpa/lrs) *17:16 Uhr – Tödlicher Arbeitsunfall auf BASF-Gelände

Bei einem Unfall auf dem BASF-Gelände in Ludwigshafen hat sich ein Mitarbeiter einer externen Firma tödlich verletzt. Der Mann sei noch vor Ort notärztlich versorgt worden, starb jedoch später in einem Krankenhaus, teilte das Chemieunternehmen mit.

«Wir sind sehr betroffen, und unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei den Angehörigen des Mitarbeiters», teilte Werksleiter Helmut Winterling mit. Der genaue Hergang werde untersucht. Dem Konzern zufolge ereignete sich der Unfall am Morgen bei Arbeiten an einem Bagger im Werksteil Süd.

07.10.2026

Lahnstein (dpa/lrs) *20:21 Uhr – Verpuffung bei Firma für Spezialchemie – keine Gefahr

Eine Verpuffung bei einer Firma für Spezialchemie in Lahnstein hat einen größeren Einsatz ausgelöst. Warum es in der Produktion zu der Verpuffung gekommen sei, sei noch nicht bekannt, teilte die Polizei mit. Die Werksfeuerwehr und weitere Einsatzkräfte waren demnach vor Ort. Letztere seien vorsorglich gerufen worden, weil wegen des Niedrigwassers im Rhein neben dem Firmengelände die Wasserversorgung eingeschränkt gewesen sei. Messungen der Luft in der Umgebung hätten ergeben, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestehe, teilte die Polizei mit. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

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