Dampfverluste
Dem Dampf nach: Unentdeckte Ausfälle treiben den Energieverbrauch

Von MA Alexander Stark 6 min Lesedauer

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Dampfsysteme können scheinbar reibungslos laufen, im Hintergrund aber hohe Kosten verursachen. So erhöhen verborgene Dampfverluste den Kesselbedarf und verwandeln planbare Instandhaltung schnell in reaktive Reparaturen. Betreiber sollten daher ihre Überwachungspraxis ebenso wie Störungsursachen kritisch prüfen.

Venturi-Düsen-Kondensatableiter führen Kondensat kontinuierlich ab und kommen ohne bewegliche, verschleißanfällige Bauteile aus. (Bild:  EBE-Engineering)
Venturi-Düsen-Kondensatableiter führen Kondensat kontinuierlich ab und kommen ohne bewegliche, verschleißanfällige Bauteile aus.
(Bild: EBE-Engineering)

Schon kleine Störungen wie Dampfverluste können bei wiederholtem Auftreten die Zuverlässigkeit eines Dampfsystems deutlich beeinträchtigen und seine Energieeffizienz im Laufe der Zeit spürbar verringern. Da sie sich nicht immer unmittelbar auf die Produktion auswirken, bleiben diese Verluste häufig unentdeckt oder werden ignoriert. Ihre Wirkung summiert sich jedoch: Werden die Ursachen nicht beseitigt, führt das zu dauerhaften Energieeinbußen, Rohrleitungen und Anlagenkomponenten verschleißen schneller, und die Betriebskosten steigen.

Eine der häufigsten Ursachen für Dampfverluste ist der Ausfall von Kondensatableitern. Bei mechanischen Kondensatableitern sind in diesem Zusammenhang zwei unterschiedliche Ausfallzustände besonders kritisch: der offen ausgefallene und der geschlossen ausgefallene Zustand.