PET-Anlage in der Türkei Thyssenkrupp baut eine der weltgrößten Textil-Polyester-Anlagen

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Die Tochtergesellschaft von Thyssenkrupp Industrial Solutions Uhde Inventa-Fischer wurde beauftragt, eine PET-Anlage für Sasa Polyester Sanayi im türkischen Adana zu bauen.

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Nach einem 150-Millionen-Euro-Auftrag aus Russland, soll Thyssenkrupp die nächste PET-Anlage bauen. (Symbolbild Anlagenbau)
Nach einem 150-Millionen-Euro-Auftrag aus Russland, soll Thyssenkrupp die nächste PET-Anlage bauen. (Symbolbild Anlagenbau)
(Bild: Thyssenkrupp)

Essen – Die deutschen Anlagenbauer sollen eine der größten PET-Anlagen für textile Anwendungen weltweit errichten. Der Vertrag wurde im Juli 2016 unterzeichnet und trat im Dezember in Kraft. Die Anlage hat eine geplanten Kapazität von 1050 Tagestonnen (380.000 t/a). Der produzierte Polyester wird unter anderem für Bekleidung, Heimtextilien und technische Anwendungen verwendet. Dabei erfolgt eine direkte Zuführung der Schmelze zu vier Stapelfaserstraßen und einer zusätzlichen Bikomponenten-Faserstraße.

Das Design der Polykondensationsanlage basiert auf der 2R-Polyestertechnologie von Uhde Inventa-Fischer, welche die patentierten Espree- und Discage-Reaktoren beinhaltet. Dies ermöglicht die energieeffiziente Herstellung von Polyester-Polymeren in hoher Qualität, so das Unternehmen. Ein charakteristisches Merkmal der Anlage ist, dass die Polymerschmelze direkt von der Polykondensationsanlage in mehrere nachgeordnete Spinnanlagen befördert wird, wo sie zu Stapelfasern verarbeitet wird.

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Werner Steinauer, CEO von Uhde Inventa-Fischer: „Bei einer Kapazität von 1050 Tagestonnen haben wir eine Projektgröße erreicht, die es für unsere Kunden wirtschaftlich rentabel macht, ihre eigene PTA-Anlage (zur Herstellung reiner Terephthalsäure) zu betreiben. Dies schafft Potenzial für eine weitere Prozessintegration und -optimierung.“

Die Anlagenbau-Experten sind für das Basic- und Detail-Engineering zuständig, werden technische Dienstleistungen bei der Errichtung, Vor-Inbetriebnahme und Überwachung der Inbetriebnahme der Anlage erbringen sowie wesentliche Anlagenkomponenten liefern. Die Fertigstellung der Anlage ist für Ende 2018 geplant.

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