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Fluid entscheidet über Bauart der Pumpe
Auf dem Weg zur passenden Hygienepumpe ist der erste Schritt die Wahl der Pumpenbauart: Ziel ist die Erhaltung der Konsistenz, Struktur und Inhaltsstoffe des geförderten Produktes.
Der Einsatz von Kreiselpumpen ist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten weitgehend auf Newtonsche Flüssigkeiten bis zu einer Viskosität von etwa 400 mPa s beschränkt. Kriterien für die schonende Förderung empfindlicher Produkte mit Kreiselpumpen sind u.a. eine hydraulisch optimierte Rohrleitungsführung zur Pumpe und ein kavitationsfreier Betrieb. Das Eindrosseln der Fördermenge ist zu vermeiden, eine Drehzahlregelung über Frequenzumformer ist stets zu bevorzugen.
Bei höherviskosen Medien und bei nicht-newtonschen Flüssigkeiten sowie bei höheren Feststoffanteilen schlägt die Stunde der Verdrängerpumpe. Kriterien für die schonende Förderung empfindlicher Produkte mit Verdrängerpumpen (s. Tabelle) sind u.a. die hydraulisch optimierte Rohrleitungsführung und Produktzuführung zur Pumpe, der kavitationsfreie Betrieb und die Pulsationsarmut. Wichtig ist eine dem Produkt angepasste Drehzahl (möglichst über eine Frequenzregelung) sowie ein der Partikelgröße entsprechendes Kammervolumen.
Ein wesentlicher Vorteil von Verdrängerpumpen gegenüber Kreiselpumpen: Sie fördern abhängig von der Motordrehzahl, aber nahezu unabhängig vom Druck ein definiertes Volumen. So kommen diese Pumpen beispielsweise dort zum Einsatz, wo es auf den exakten und schonenden Transport einer viskosen Produktmenge ankommt. Das ist in der Food- und Pharma-Industrie häufig der Fall.
Validierung heißt Reinigung mit Ansage
Was aber genau heißt eigentlich „sauber“? Das ist der Zustand nach der Reinigung, der auf der Basis der jeweiligen Situation festgelegt und entsprechend qualifiziert wurde. „Sauber“ kann bedeuten:
- Visuell sind keine Rückstände auf der Oberfläche sichtbar;
- es gibt nur eine definierte Restmenge in mg gemessen(Vorprodukt, Zersetzungsprodukte, Reagenzien etc.) in der Anlage;
- die mikrobiologische Kontamination mit nicht mehr als einer definierten Zahl KBE/definierte Fläche (KBE = Kolonie bildende Einheiten).
Die Reinigungs-Validierung (Definierter Ausgangszustand/Festgelegtes Verfahren/Definierter Endzustand) belegt dann die Wirksamkeit eines Reinigungsverfahrens und stellt sicher, dass dieses Verfahren mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zur Herstellung eines spezifikationskonformen Produktes führt.
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