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Forschung: Neue Wege für Alte Kunststoffe Synthesegas aus Abfall: Altkunststoffe in Gas umwandeln

Redakteur: Dominik Stephan

Altkunststoffe wie z. B. PVC werden, so sie nicht stofflich recyclet werden können, meist verbrannt. Die Polymere bieten zwar einen hohen Heizwert, aber beim Verbrennen entstehen gesundheitsgefährdende Verbindungen, die in die Umwelt gelangen können. Jetzt zeigt ein neues Verfahren eine Möglichkeit auf, Synthesegas aus Plastikmüll zu gewinnen. Dabei spielt Kalk die entscheidende Rolle…

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(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Bei diesem Verfahren werden die Reststoffe mit Grob-Kalk vermischt und im Gegenstromprinzip in mehreren Stufen einer thermisch-chemischen Umwandlung, u. a. über Vergasung und Pyrolyse, zugeführt. Der Kalk dient dabei als Trägermedium für die Kunststoffe, als Katalysator für den Prozess und als Bindemittel für Schadstoffe. Bei der Umwandlung entstehen keine Rauchgasemissionen. Das Verfahren eignet sich auch für problematische Abfälle, wie z. B. chlorhaltige Kunststoffe, kontaminierte Böden und kunststoffhaltigen Elektroschrott. Kalk bindet Halogene und andere Schadstoffe, aber auch im Abfall enthaltene Wertstoffe, wie z. B. Metalle aus dem Elektroschrott. Diese lassen sich später abtrennen und wiederverwerten. Das neue Verfahren versteht sich als Ergänzung zu bisherigen Anlagen der Abfallbehandlung.

Im Prozess entsteht ein gereinigtes Synthesegas, das sich stofflich zur Herstellung chemischer Grundprodukte oder in Motoren nutzen lässt. Die erste großtechnische Pilotanlage kann bis zu 50.000 Tonnen Altkunststoffe pro Jahr verwerten. Die Firma Ecoloop in Bad Harzburg hat in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern das Ecoloop genannte Verfahren entwickelt.

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