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Pflanzenschutz und Saatgut Syngenta will mehr – Monsanto-Konkurrenz plant Zukäufe

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Der Schweizer Syngenta-Konzern strebt nach der eigenen Übernahme Zukäufe an. Das vom chinesischen Staatsunternehmen Chemchina kontrollierte Agrarchemie-Unternehmen will weitere Firmen in den Bereichen Saatgut und digitale Landwirtschaft übernehmen und so das Portfolio erweitern.

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Syngenta will andere Unternehmen im Bereich Landwirtschaft und Saatgut kaufen.
Syngenta will andere Unternehmen im Bereich Landwirtschaft und Saatgut kaufen.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Würzburg (Bloomberg) – Syngenta verfüge im Rahmen von Expansionsplänen über eine Pipeline an potenziellen Akquisitionen in den Bereichen Saatgut und digitale Landwirtschaft, so der Konzern. Der von China National Chemical Corp. (Chemchina) kontrollierte Schweizer Pflanzenschutzkonzern könnte Zukäufe im Wert von 40 Millionen bis zu 1,23 Milliarden Euro tätigen, sagte CEO Erik Frywald in einem Interview in der New Yorker Zentrale von Bloomberg. Das Unternehmen suche nach Zielen in den USA und Brasilien. Zudem werde auch nach Möglichkeiten für Pflanzenschutz-Deals in China Ausschau gehalten, sagte er.

Die Übernahme von Syngenta durch Chemchina für 35 Milliarden Euro wurde im Januar abgeschlossen, und Frywald sagt, dass sein Unternehmen an mehreren Fronten voranschreite. Zu den obersten Prioritäten gehöre die Expansion in den Bereichen Mais, Soja, Gemüse und Sonnenblumen.

Im Februar schloss das Unternehmen den Kauf des Nidera-Saatgutgeschäfts von der Cofco Corp. ab. Letzten Monat vereinbarte der Konzern den Erwerb von Strider, einem brasilianischen Unternehmen, das Satellitenbilder von Pflanzungen anbietet. Der Zukauf werde die firmeneigenen Datenmanagement-Tools für Landwirte verbessern, teilte das Unternehmen mit.

Während Syngenta global im ersten Quartal ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich verzeichnete, stieg der chinesische Umsatz um 25 %, sagte Frywald. Das Land habe großes Potenzial für Agrochemikalien, weil seine landwirtschaftlichen Erträge im Durchschnitt 20 % niedriger seien als in den meisten anderen Ländern.

China werde auch bei Produktivitätszuwächsen von Nahrungsmittelimporten abhängig bleiben. Der CEO von Syngenta sagte, dass eine einvernehmliche Lösung für den aktuellen Handelsstreit zwischen China und den USA erforderlich sei.

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