Impfung gegen Hautkrebs Studienerfolg für personalisierten mRNA-Impfstoff von Moderna

Quelle: Pressemitteilung dpa 2 min Lesedauer

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Ein personalisierter mRNA-Impfstoff von Moderna wurde in einer Studie gegen fortgeschrittenen Hautkrebs getestet. In Kombination mit der Immuntherapie Keytruda von Merck & Co wurde das primäre Ziel der Phase-3-Studie erreicht. Der Erfolg gilt als wichtiger Meilenstein für mRNA-Therapien.

Der mRNA-basierte Impfstoff Intismeran Autogene von Moderna reduziert in Kombination mit dem Krebsmedikament Keytruda von Merck & Co die Rückfallquote bei Melanomen.(Bild:  Pixabay)
Der mRNA-basierte Impfstoff Intismeran Autogene von Moderna reduziert in Kombination mit dem Krebsmedikament Keytruda von Merck & Co die Rückfallquote bei Melanomen.
(Bild: Pixabay)

Wie das Statistische Bundesamt im Mai mit Blick auf das Jahr 2024 berichtete, wurden in deutschen Kliniken rund 120.100 Patienten stationär wegen Hautkrebs behandelt – fast doppelt so viele wie im Jahr 2004. Neben veränderten Lebensgewohnheiten gilt vor allem die alternde Bevölkerung als Haupttreiber, da das Hautkrebsrisiko mit dem Alter deutlich ansteigt.

Impfstoff senkt Rückfallquote

Angesichts der steigenden Zahl von Hautkrebs-Fällen sorgt eine erfolgreiche Studie zu einem personalisierten Melanom-Impfstoff für Aufsehen. Der mRNA-basierte Impfstoff Intismeran Autogene von Moderna reduziert den Angaben zufolge in Kombination mit dem Krebsmedikament Keytruda von Merck & Co das Wiederauftreten von Melanomen. Für moderne, mRNA-basierte Therapien wäre das ein wichtiger Meilenstein.

Erstmals hat damit den Unternehmen zufolge eine personalisierte, mRNA-basierte Krebstherapie eine entscheidende Phase-3-Studie erfolgreich abgeschlossen. In Kombination mit Mercks Immuntherapie Keytruda habe der Moderna-Impfstoff das primäre Studienziel bei Patienten mit fortgeschrittenem schwarzen Hautkrebs erreicht.

Machbarkeitsbeweis für die mRNA-Onkologieplattform

Die Aktienkurse der beteiligten US-Unternehmen stiegen sprunghaft an. Auch nach einem kleinen Rücksetzer lag der Kurs von Moderna in Europa bei rund 130 Euro doppelt so hoch wie zuvor. Im Schlepptau profitierte auch der Mainzer Impfstoffentwickler Biontech, der ebenfalls an mRNA-basierten Krebsvakzinen forscht.

Analysten werten den Studienerfolg als wegweisend für den gesamten Sektor. Luca Issi von der kanadischen Bank RBC sprach angesichts des Erfolgs der Studie von einem kolossalen Durchbruch und hervorragenden Neuigkeiten für Patienten. Maximilian Wienke, Marktanalyst beim Broker E-Toro, sieht mehr als nur den Erfolg eines einzelnen Medikaments: Die Studie liefere einen wichtigen Machbarkeitsbeweis für die gesamte mRNA-Onkologieplattform. Gelinge der Ansatz auch bei Lungenkrebs oder anderen Tumorarten, könne sich der adressierbare Markt erheblich vergrößern.

Experten von JP Morgan hatten die Therapie zuvor als das wichtigste Produkt in der Pipeline von Moderna bezeichnet. Mit ihr könne dem Unternehmen der Übergang von Impfstoffen gegen Atemwegserkrankungen in das Feld der Onkologie gelingen. Derzeit wird der Ansatz in neun Studien gegen verschiedene Krebsindikationen und -stadien geprüft.

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