CO2-Reduktion Stiftung für Klimaschutz erhält Unterstützung von Wacker und Lanxess

Redakteur: Alexander Stark

Als erste Vertreter der chemischen Industrie haben Lanxess und Wacker angekündigt, die Stiftung 2° als Förderunternehmen zu unterstützen.

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Die Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern.
Die Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Köln – Mit ihrer Unterstützung der Stiftung 2° wollen Lanxess und Wacker nach eigenen Worten eine klares Zeichen für den unternehmerischen Klimaschutz setzen. Die beiden Unternehmen sind die ersten Vertreter der Chemiebranche in der Stiftung. „Ich freue mich, dass wir mit Wacker und Lanxess zwei engagierte Unternehmen aus der chemischen Industrie neu in unserer Allianz für unternehmerischen Klimaschutz begrüßen dürfen“, sagt Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°. Die Chemieindustrie sei eine Lösungsindustrie auf dem Weg in die Klimaneutralität. Ohne Chemie gäbe es keine LEDs, keine Elektroautos, Solarmodule oder Windräder, so Nallinger. Auch die anstehende Vernetzung der Zukunftsfelder Energiewende und Digitalisierung würden auf Innovationen der Chemie basieren.

„Klimaschutz ist für Lanxess ein Business Case. Das unterstreicht unser Plan, bis 2040 klimaneutral zu werden. Damit die unternehmerischen Vorteile nachhaltigen Wirtschaftens erhalten bleiben, müssen aber die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Wir sind fest überzeugt, unsere langjährige Erfahrung beim Senken von Treibhausgasen gewinnbringend in die Stiftung 2° einbringen zu können. Deutschland hat das Potential, bei der Transformation in eine klimaneutrale Zukunft voranzugehen, und dabei wollen wir helfen“, so Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender von Lanxess.

Um bis 2040 klimaneutral zu werden, setzt das Unternehmen weltweit Projekte zur Reduzierung seiner Emissionen um, zuletzt mit einer Anlage, die Lachgas-Emissionen am Standort Antwerpen eliminiert. Zudem ist die Klimabilanz eine zentrale Steuerungsgröße des Konzerns geworden, etwa bei Investitionen in Anlagen, Akquisitionen oder der Vergütung des Top-Managements.

„Es gibt zwei entscheidende Stellschrauben für die Chemie auf dem Weg in die Klimaneutralität: Die Umstellung der heute fossilen Industrieproduktion auf mit erneuerbarem Strom elektrifizierte Prozesse und den wertschöpfenden, emissionsreduzierenden Umgang mit dem ‚Abfallprodukt CO2“, sagt Dr. Christian Hartel, Vorsitzender des Vorstands von Wacker. Sein Unternehmen stelle sich dieser Herausforderung und habe seine Produktionsprozesse bereits zu über 60 % elektrifiziert. Im zweiten Schritt brauche das Unternehmen jetzt große Mengen erneuerbaren Stroms zu international wettbewerbsfähigen Preisen. Damit könnten laut Hartel einerseits der CO2-Fußabdruck der Produktion reduziert werden und andererseits innovativen, treibhausgasarmen Wasserstoffprojekten wie RHYME Bavaria die Wirtschaftlichkeit erreichen. „Hierzu braucht es schnell einen Schulterschluss von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Stiftung 2° wird dabei ein wichtiger Brückenbauer sein“, so Hartel. Mit dem Projekt RHYME Bavaria verfolgt Wacker das Ziel, durch die Herstellung von grünem Wasserstoff und dessen stofflicher Nutzung einen maßgeblichen Beitrag dazu zu leisten, fossile Rohstoffe in chemischen Prozessen und Produkten deutlich zu reduzieren.

Ein zukunftsfähiger energie- und klimapolitischer Rahmen sei die Voraussetzung dafür, dass die deutsche Industrie wettbewerbsfähig bleibt. Da sind sich die Partner einig. Im Austausch mit 17 Industrieunternehmen haben die Stiftung 2°, Agora Energiewende und Roland Berger entsprechend zwölf Handlungsempfehlungen an die Politik verfasst.

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