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Reaktorrückbau

Steag und Kraftanlagen Heidelberg bauen Kerneinbauten aus Schweizer Kraftwerk zurück

| Redakteur: Alexander Stark

Steag Energy Services GmbH (SES) hat in Kooperation mit Kraftanlagen Heidelberg den Auftrag erhalten, die Kerneinbauten des Reaktordruckbehälters des Schweizer Kernkraftwerks Mühleberg (KKM) zu zerlegen. Die Kerneinbauten des 1972 in Betrieb genommenen Kraftwerks sind radioaktiv belastet und müssen unter Wasser zerlegt werden.

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Das Kraftwerk, 14 Kilometer westlich von Bern gelegen, wird von der BKW betrieben.
Das Kraftwerk, 14 Kilometer westlich von Bern gelegen, wird von der BKW betrieben.
( Bild: © Copyright by Michel Jaussi, www.jaussi.com )

Essen – Das Kraftwerk, das die beiden Unternehmen zurückbauen, liegt 14 Kilometer westlich von Bern. Es wird von der BKW, einem international tätigen Energie- und Infrastrukturunternehmen, betrieben. Die Anlage verfügt über eine elektrische Leistung von 373 Megawatt und soll planmäßig Ende 2019 vom Netz gehen. Der Rückbau beginnt im Jahr 2020. Der Auftrag für das deutsche Konsortium hat ein Volumen im unteren zweistelligen Millionenbereich.

Bereits seit Jahren arbeiten SES, die Dienstleistungstochter von Steag, und Kraftanlagen Heidelberg zum Beispiel in China erfolgreich zusammen. Auch in Deutschland sind die Partner im Bereich Rückbau kerntechnischer Anlagen tätig.

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Bei dem Auftrag in der Schweiz handelt es sich um eine technisch anspruchsvolle Aufgabe: Die Kerneinbauten des 1972 in Betrieb genommenen Kraftwerks sind radioaktiv belastet und müssen unter Wasser zerlegt werden. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem Plasmabrenner, um die großen Metalleinbauten ferngesteuert zu zerteilen. Anschließend werden SES und Kraftanlagen Heidelberg die demontierten Teile für den Abtransport zur Zwischenlagerung verpacken. Die Zwischenlagerung der demontierten Teile erfolgt im zentralen Zwischenlager Zwilag, das in den 1990er-Jahren unter maßgeblicher Beteiligung der SES errichtet wurde. Der Rückbau der Kerneinbauten soll 2020 beginnen und dauert voraussichtlich zwei Jahre.

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