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Effizienz im Engineering dank Standardbibliothek
Effizienz ist bei der Lohnfertigung ebenso wichtig wie Flexibilität. Daher werden die Werke Genthin und Leverkusen leittechnisch stets auf demselben Versionsstand gehalten. „Das erleichtert die Anlagenplanung an beiden Standorten gerade bei den häufigen Umbauten ungemein“, erklärt Kirschner. Für Effizienz im Engineering und in der Bedienung sorgt auch die seit Version 7 des Prozessleitsystems eingeführte Standardbibliothek Advanced Process Library (APL). Bezüglich Automatisierung wird jede Anlage bei Inprotec mit dieser Bausteinbibliothek realisiert.
Für sämtliche verfahrenstechnischen Aufgaben stehen standardisierte Softwarefunktionen zur Verfügung. Diese Funktionsbausteine erlauben ein einfaches und sicheres Engineering und bilden die Grundlage für eine einheitliche Prozesssteuerung und -visualisierung über alle Standorte. Gerade bei der gefragten Flexibilität und den häufigen Kampagnenwechseln ist diese Form der Standardisierung ein wichtiger Effizienzhebel und ein Faktor, der dazu beiträgt, dass Kundenanforderungen in kurzer Zeit umgesetzt werden können.
An den einzelnen Standorten werden aus festen, flüssigen, pastösen oder staubenden Rohstoffen über unterschiedliche Verfahren Pulver oder Granulate in kontinuierlichen oder chargenweisen Prozessen hergestellt. Die Eigenschaften der Endprodukte hängen von den eingesetzten Verfahren ab. Um einen optimalen Ertrag bei höchster Produktqualität zu erhalten, überwachen und steuern die Anlagenfahrer die Prozesse mithilfe der Siemens-Leittechnik.
Mit den regelmäßig durchgeführten System-Updates profitiert Inprotec von neuen Möglichkeiten. „Seit Version 8.2 nutzen wir die Trendkurven, die sich direkt aus dem Prozessbild für jede Messstelle aufrufen lassen. Unsere Anlagenfahrer können daraus jederzeit den weiteren Prozessverlauf ableiten und wenn nötig vorausschauend manuell einregeln“, weiß Kirschner zu schätzen.
Diese Funktion wird ebenso gerne von den Operatoren genutzt wie die Kommentarfunktion, mit der sich schichtübergreifend direkt an der Messstelle Notizen eingeben lassen.
Mehr Möglichkeiten dank Fernzugriff
Genthin und Leverkusen liegen gut viereinhalb Stunden Autofahrt auseinander. Nochmals viereinhalb Stunden benötigt man von dort zu dem Stammsitz in Heitersheim. Kein Wunder also, dass Dr. Andreas Baranyai, einer der Inprotec-Vorstände, sich 2015 für ein Konzept Fernzugriff auf die Produktionsanlagen stark gemacht hat. Der für Produktion, Technik und Marketing verantwortliche Baranyai möchte sich trotz der Entfernungen stets über den Status einzelner Anlagen informieren.
In der Managementplattform für Remote Networks, Sinema Remote Connect von Siemens, fand man die ideale Lösung für den Fernzugriff. „Wir waren positiv überrascht, wie schlank das System ist. In den beiden Werken haben wir je einen Scalance-Router als VPN-Client in Betrieb genommen und hier in Genthin die Applikation Sinema Remote Connect Server aufgesetzt“, erklärt Kirschner. „Innerhalb sehr kurzer Zeit konnte ich das komplette System mithilfe der regionalen Siemens-Betreuung einrichten und testen.“
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