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Prozessleittechnik So profitiert ein Lohnfertiger von Prozessleittechnik mit Fernzugriff

| Autor / Redakteur: Uwe Scheller und Stefan Grosser / Dr. Jörg Kempf

Mithilfe von kontinuierlichen Wirbelschichtgranulations- und Sprühtrocknungsverfahren stellt Inprotec hochwertige Pulver und Granulate her. Dazu setzt das Unternehmen auf fortschrittliche Technologien und erprobt stets neue Produktionsmöglichkeiten. Der Einsatz moderner Prozessleittechnik und Fernzugriffstechnik trägt wesentlich zur flexiblen und effizienten Produktion bei.

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Alles im Blick mit dem Prozessleitsystem Simatic PCS 7: Im Verfahren der Wirbelschicht-Sprühgranulation werden staubfreie Granulate mit frei einstellbaren Partikelgrößen zwischen 200 µm und 5.000 µm kontinuierlich hergestellt.
Alles im Blick mit dem Prozessleitsystem Simatic PCS 7: Im Verfahren der Wirbelschicht-Sprühgranulation werden staubfreie Granulate mit frei einstellbaren Partikelgrößen zwischen 200 µm und 5.000 µm kontinuierlich hergestellt.
(Bild: Ch. Heidemanns/Siemens)

Von Waschmittelzusatzstoffen bis hin zu Futtermitteln, vom Laboransatz ab 100 Gramm bis zu Kampagnen von 10 000 Tonnen – Flexibilität ist eine der Stärken von Inprotec. An drei Standorten entwickelt und produziert das Unternehmen ganz nach Kundenwunsch hochwertige Pulver und Granulate. Von der Idee über die Machbarkeit bis zur technischen Umsetzung dauert es oft keine sechs Monate. Das Unternehmen verfügt über Labor-, Pilot- und Produktionsanlagen mit einer jährlichen Produktionskapazität von über 100 000 Tonnen. Den Lohnfertigungsprozess versteht man als integrierten Dienstleistungsansatz, bei dem die Kunden und deren Produkte im Mittelpunkt stehen. Gemeinsam werden Ideen entwickelt und dank der Erfahrung des Unternehmens schnell und zuverlässig umgesetzt.

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Neben dem Stammsitz im baden-württembergischen Heitersheim betreibt Inprotec Werke in Leverkusen und Genthin. Die Mehrzweckanlagen, Sprühgranulatoren und Sprühtrocknungstürme werden für die jeweilige Lohnproduktion speziell angepasst und von den hauseigenen Werkstätten optimal auf das entsprechende Produkt abgestimmt. Uwe Kirschner ist als Leiter der Abteilung „Elektro und MSR“ verantwortlich für die gesamte Elektrifizierung im Werk Genthin. Darüber hinaus ist er für die Steuerungstechnik sowohl in Genthin als auch in Leverkusen zuständig.

„Je nach Kampagne rüsten wir unsere Wirbelschichtgranulatoren fünf- bis sechsmal im Jahr um“, erläutert Kirschner. „Unser geschultes Personal erledigt alle hierzu notwendigen Arbeiten – von der Maschinenumrüstung über die Elektrik bis hin zur Prozessleittechnik.“ Kirschner selbst übernimmt die Planung, Projektierung und Inbetriebnahme der gesamten Automatisierung.

Systematischer Ausbau der Automatisierungstechnik

Schon bevor Inprotec im Jahr 2009 den Standort Genthin übernahm, setzte man für die Steuerung und Überwachung der Granulatoren das Prozessleitsystem Simatic PCS 7 von Siemens ein. Es wurde bereits 2001 vom damaligen Besitzer des Werks, dem Henkel-Konzern, eingeführt. Mit der Übernahme begann der systematische Ausbau der Automatisierung auf der Basis von Siemens-Technik.

Kirschner hat die einzelnen Schritte von Anfang an begleitet: „Begonnen haben wir mit Simatic-S5-Steuerungen und Version 5.1 von Simatic PCS 7. Mittlerweile haben wir in Genthin redundante OS-Server, einen Web- und einen Process Historian Server sowie elf Clients.“ Die gesamte Produktion inklusive des Energiemanagements ist mittlerweile in Simatic PCS 7 eingebunden. Dank der redundanten OS-Server können Programmänderungen ohne Stillstand auf die Steuerungen eingespielt werden. „Bei der momentanen Auftragslage können wir uns Unterbrechungen auch gar nicht leisten“, fügt der EMR-Experte hinzu.

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