Prozessleittechnik

So profitiert ein Lohnfertiger von Prozessleittechnik mit Fernzugriff

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Sichere Verbindung erst nach Identitätsprüfung

Sinema Remote Connect verwaltet die (VPN-)Tunnelverbindungen zwischen dem Server und den installierten Anlagen. Anstatt einen direkten Zugriff auf das Anlagennetzwerk herzustellen, bedient sich das System einer neutralen Zentrale: Der Anwender und die zu wartende Produktionsanlage stellen getrennt voneinander eine Verbindung zu Sinema Remote Connect her. Mit dem Austausch von Sicherheitszertifikaten werden dort die Identitäten geprüft und erst dann wird die Verbindung zum Fernzugriff aufgebaut.

Die Verbindung zu Sinema Remote Connect kann über Mobilfunk, DSL oder innerhalb privater Netzwerkstrukturen erfolgen. Die Produktionsanlagen in Genthin und Leverkusen sind jeweils über interne Ports an die vor Ort befindlichen Scalance-S615-Router angebunden. Über den externen WAN-Port bauen die Router die VPN-Verbindung zur Server-Applikation auf.

Die S615-Router mit erweiterten Security-Funktionalitäten sind speziell für den Einsatz in der industriellen Automatisierung vorgesehen und bieten gleichzeitig Security-Funktionen der Office- und IT-Welt wie eine Firewall oder NAT. VPN-Standards wie Open VPN oder IP sec mit einer abhör- und übernahmesicheren Verschlüsselung bis 4096 Bit sorgen für die notwendige Sicherheit bei der Datenübertragung.

Fernzugriff auch über mobile Tablets

Der gesicherte Fernzugriff auf die Produktionsanlagen sämtlicher Standorte kann nun auch über mobile Tablets unterschiedlicher Betriebssysteme realisiert werden – vorausgesetzt der Nutzer besitzt die entsprechende Berechtigungsstufe. „Dr. Baranyai ist sehr häufig auf Geschäftsreise und benötigt dabei aber ständig Zugang zu den aktuellen Prozessbildern. Als Praktiker sieht er sofort, ob alles läuft“, legt Kirschner dar. „Ich nutze den Fernzugriff für die leittechnische Projektierung, und die Versuchsleiter in Heitersheim können damit verfolgen, ob in der Laboranlage in Leverkusen alles in Ordnung ist – alles ohne lästige Anfahrtswege.“

Fazit: Mit dieser Fernzugriffslösung spart Inprotec nicht nur wertvolle Zeit und entlastet die Umwelt, sondern profitiert auch von flexiblen Zugriffmöglichkeiten auf Anlageninformationen. Zusammen mit den Vorteilen der werksübergreifenden Standardisierung mit dem Prozessleitsystem Simatic PCS 7 bei Projektierung, Bedienung und Diagnose ist man überzeugt, für zukünftige Lohnfertigungsaufträge hervorragend aufgestellt zu sein.

Siemens auf der Achema 2018: Halle 11.0, Stand C3

* U. Scheller ist Promotor Prozessleittechnik, S. Grosser ist Sales Specialist Communication & Identification, beide Siemens AG, Leipzig.

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