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ACHEMA 2012-Fachpressekonferenz So macht sich die deutsche Prozesstechnik fit für den internationalen Wettbewerb?

| Autor/ Redakteur: Anke Geipel-Kern / Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Drei Monate vor der ACHEMA stehen die Vorzeichen gut, das war der Tenor der Fachpressekonferenz des VDMA. Beherrschende Themen sind der asiatische Wettbewerb sowie Energie- und Ressourceneffizienz.

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Richard Clemens, Sprecher des VDMA-Forums Prozesstechnik moderierte die Fachpressekonferenz im Vorfeld der diesjährigen ACHEMA. (Bild: PROCESS)
Richard Clemens, Sprecher des VDMA-Forums Prozesstechnik moderierte die Fachpressekonferenz im Vorfeld der diesjährigen ACHEMA. (Bild: PROCESS)

Immer wenn der VDMA zur traditionellen Fachpressekonferenz lädt, ist gewiss, dass in den Unternehmen die Vorbereitungen zur ACHEMA auf Hochtouren laufen. Zwar sind es noch drei Monate hin, bis das Messegelände in Frankfurt seine Pforten öffnet, doch die Spannung steigt, denn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Flaggschiff der Prozesstechnik sind nicht schlecht, aber richtig gut sind sie eben auch nicht.

„Unsere Erwartungshaltung ist hoch“, sagte Richard Clemens VDMA-Geschäftsführer der Fachabteilung Pharma- und Kosmetikmaschinen und Sprecher des Forums Prozesstechnik. Damit wusste er sich vermutlich, mit den anderen Podiumsteilnehmern einig, denn ein wenig ähneln die Vorzeichen, denen der ACHEMA von vor drei Jahren als die Messe mitten in den Trubel der Wirtschaftskrise fiel und jeder bangte, ob Aussteller und Besucher denn auch kommen würden.

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Was von den Vertretern der Fachabteilungen an Konjunkturdaten vermittelt wurde, ist am besten mit dem aus der Wettervorhersage bekannten Begriffspaar heiter bis wolkig zusammengefasst.

„Arroganz ist nicht angesagt“

Die Welt der Prozesstechnik bedient von der Pharmaindustrie, über die Chemiebranche bis hin zur Energiewirtschaft viele unterschiedlichen Branchen und entsprechend vielfältig ist das Stimmungsbild. So haben beispielsweise die deutschen Hersteller von Prozesstechnik in den ersten drei Quartalen gegenüber 2010 um 14 Prozent zugelegt und auch der Export ist um 14,5 Prozent gestiegen. Wenn auch Asien mittlerweile auf den zweiten Platz aufgerückt ist, verkaufen die Hersteller immer noch die meisten Maschinen in Europa. Zwar häuften sich derzeit die Aussagen über viele verschobene Projekte wegen einer Verunsicherung durch die Staatschuldenkrise, sagt Dr. York Fusch, Vorsitzender der Fachabteilung. Immer wichtiger wird Asien, und hier besonders China, nicht nur als Absatzmarkt sondern auch als Wettbewerber: Arroganz ist deshalb nicht angesagt, denn technologisch holt Asien zurzeit gewaltig auf. „Was Standardmaschinen angeht, steht Asien uns in nichts mehr nach“, erklärt Fusch.

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