Das Siloschutzsystem von Envea bietet absolute Sicherheit bei der Befüllung von Lagersilos mit Tankwagen und ist für Sicherheitsbeauftragte und Anlagenverantwortliche eine große Entlastung.
(Bild: ENVEA GmbH)
Wenn Lagersilos mit Tankwagen befüllt werden, entsteht jedes Mal das Risiko eines Überdruckereignisses durch eine verstopfte Filtereinheit oder durch fahrlässiges Handeln des Tankwagenfahrers. Es besteht dann die Gefahr, dass das Silo beschädigt wird, die Filtereinheit vom Dach abgeworfen wird oder Material in die Umwelt austritt. Anlagenverantwortliche und Sicherheitsbeauftragte kennen diese Gefahren. Schutz soll das installierte Silosicherheitsequipment bieten, mit dem jedes Silo ausgestattet sein muss. Sind allerdings günstige Komponenten verbaut, sind diese nicht ausfallsicher und deren vollständige Funktionsfähigkeit kann nur bei einer Wartung geprüft werden. Je nach Wartungszyklus kann somit eine große Zeitspanne zwischen der letzten Wartung und einem Befüllvorgang liegen. Eine sichere Befüllung ist deshalb nicht gewährleistet. Zumal auch bei der Wartung Fehler gemacht werden können, wenn Komponenten beispielweise nicht richtig oder gar nicht geprüft wurden, beton das Unternehmen.
Ausfallsicheres Siloschutzsystem
Shield Lite von Envea ist als ausfallsicheres Siloschutzsystem entwickelt worden. Es besteht aus fünf Komponenten, welche die Befüllung von Lagersilos mit Tankwagen absolut sicher machen sollen. So werden Unfälle ausgeschlossen, die Schäden an der Anlage oder Umwelt verursachen und Menschenleben kosten können. Für Anlagenverantwortliche und Sicherheitsbeauftragte ist das System eine große Entlastung.
Erster Baustein des Siloschutzsystems ist das Druckentlastungsventil (DEV) auf dem Silodach. Entgegen der allgemeinen Annahme darf diese Sicherheitseinrichtung nur im Notfall öffnen. Tritt hier Material aus, hat das Siloschutzsystem insgesamt versagt. Wenn Material am DEV austritt, kann dieses blockieren, im Ernstfall ist die letzte Sicherheitseinrichtung dann nicht funktionsfähig. Es entsteht ein Überdruck im Silo, der zu großen Schäden an der Anlage und zur Gefahr für Menschen und Umwelt werden kann.
Damit das DEV gar nicht erst auslöst, verfügt das Shield Lite über einen patentierten und ausfallsicheren Drucksensor, der den Druck im Silo überwacht. Sollte durch Manipulation, Fehlverhalten des Fahrers oder durch eine verstopfte Filtereinheit ein Druckanstieg im Silo erfolgen, wird dies durch den Drucksensor registriert und das Einlass-Absperrventil automatisch geschlossen. Die Befüllung wird unterbrochen, ein weiterer Druckanstieg verhindert. Der Drucksensor verfügt über eine Selbstreinigungsfunktion, um eine permanente Funktionsfähigkeit zu gewährleisten.
Auch bei Erreichen des maximalen Füllstandes wird das Einlass-Absperrventil geschossen, damit die Filtereinheit nicht verstopft. Zur Erkennung des Füllstandes verfügt das Siloschutzsystem über einen ausfallsicheren Füllstandsensor. Wird die maximale Materialhöhe im Silo erkannt, schließt das Einlass-Absperrventil mit einem Vorlauf von 30 Sekunden, damit eine geordnete Abschaltung der Befüllung noch möglich ist.
Zudem ist das Einlass-Absperrventil selbst ausfallsicher und schließt bei technischem Defekt oder Manipulation automatisch, sodass eine Befüllung nicht möglich ist und die Gefahr eines Überdruckereignisses ausgeschlossen wird. Das Einlass-Absperrventil öffnet nur, wenn es technisch einwandfrei ist und auch alle anderen Siloschutzkomponenten fehlerfrei funktionieren.
Ground Level Test
Herzstück des Siloschutzsystems ist die Steuereinheit am Befüllpunkt für den Ground Level Test. Der Ground Level Test wird über eine Schlüsseldrehung aktiviert und dauert sechs Sekunden. Druckentlastungsventil, Füllstandsensor, Drucksensor und Einlass-Absperrventil werden dabei auf volle Funktionalität getestet. Ist der Test bestanden, kann mit der Befüllung begonnen werden. Liegt ein Problem vor, werden ein akustisches und ein optisches Signal ausgegeben, die Befüllung kann erst starten, wenn das Problem gelöst ist. Ein weiterer Vorteil der Steuereinheit ist die Datenprotokollierung. Ereignisdaten werden in der Steuerung aufgezeichnet, so können Probleme und Gefahren erkannt und beseitigt werden. Die Daten geben auch Aufschluss über Wartungszyklen und einen notwendigen Austausch von Filterpatronen.
Stand: 08.12.2025
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