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Energiewende: Energy Outlook

Sieben Gründe, warum sich der globale Energiemix wandelt

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

So sieht die Prognose von BP den globalen Energiemix bis 2035.
So sieht die Prognose von BP den globalen Energiemix bis 2035. (Bild: BP)

Die Energieversorgung und der globale Energiemarkt wandeln sich. Der Mix der verschiedenen Energieträger wird sich in den kommenden 20 Jahren deutlich verändern, prognostiziert der BP Energy Outlook. Wesentliche Treiber seien dabei technologische Verbesserungen und Umweltbelange. Im Artikel fasst PROCESS die Kernaussagen zusammen.

Bochum – Die Ausgabe 2017 des BP Energy Outlook prognostiziert, dass die globale Energienachfrage zwischen 2015 und 2035 um ca. 30 %, bzw. um durchschnittlich 1,3 % pro Jahr steigen wird. Diese Erhöhung der Energienachfrage liegt jedoch wesentlich unter dem Wachstum des globalen Bruttoinlandsproduktes, das mit jährlich 3,4 % veranschlagt wird. Eine steigende Energieeffizienz, getrieben durch technologische Verbesserungen und Umweltbelange, ist hierfür der Hauptgrund.

Der BP Energy Outlook untersucht langfristige Energietrends und entwickelt darauf aufsetzend Prognosen für die Weltenergiemärkte für die nächsten 20 Jahre.

Event-Tipp der Redaktion Das von PROCESS organisierte Energy Excellence Forum am 10.Mai 2017 im Industriepark Höchst, Frankfurt/Main, zeigt eine Vielzahl von technischen Konzepten und Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz auf.

Die wichtigsten Energieträger

Während der Outlook einerseits davon ausgeht, dass auf der Versorgungsseite in den kommenden 20 Jahren mehr als die Hälfte des Wachstums auf nicht-fossile Energieträger entfallen wird, prognostiziert er gleichwohl, dass Öl und Erdgas gemeinsam mit Kohle die Weltwirtschaft weiterhin als wichtigste Energieträger antreiben werden. Im Jahr 2035 werden sie einen Anteil in Höhe von 75 % an der gesamten Energieversorgung besitzen, verglichen mit 86 % im Jahr 2015.

Öl: Die Nachfrage nach Öl wird um jährlich 0,7 % steigen. Dieser Wert wird sich über den Untersuchungszeitraum allerdings wohl schrittweise verringern. Der Verkehrssektor wird dabei weiterhin der bedeutendste Verbraucher von Öl bleiben. Sein Anteil am weltweiten Verbrauch wird 2035 bei nahezu 60 % liegen. Die nicht durch Verbrennung bestimmte Nutzung von Öl, insbesondere in der Petrochemie, wird allerdings bis zu den frühen 2030er Jahren der wichtigste Faktor für das Nachfragewachstum beim Öl werden.

Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? (Bildergalerie)

Erdgas: Der Verbrauch an Erdgas wird, im Vergleich mit Öl und Kohle, bis 2035 am schnellsten wachsen und zwar um durchschnittlich 1,6 % pro Jahr. Bis 2035 wird Erdgas einen größeren Anteil am Primärenergieverbrauch besitzen als Kohle und damit die Kohle als zweitwichtigsten Energieträger ablösen. Die Förderung von Shale Gas wird zwei Drittel des Anstiegs der Gasversorgung ausmachen, bedingt durch die steigende Förderung in den USA. Das Wachstum von LNG, angetrieben durch erhöhte Versorgungsanteile aus Australien und den USA, wird wahrscheinlich dazu führen, dass ein weltweit integrierter Gasmarkt entsteht, dessen Preisfindung durch die US-Gaspreise bestimmt wird.

Ergänzendes zum Thema
 
Auf dem Weg zu einer globalen Energiewende

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