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Fünf Wege zum Aufbau widerstandsfähigerer Lieferketten "Schutzimpfung" für die Supply-Chain: So werden Lieferketten widerstandsfähig

Redakteur: Dominik Stephan

Eine (Liefer-)Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied: Wenn Sie im Corona-Jahr von Nachfrage-Shifts, Zulieferstops und Produktions-Lockdowns betroffen waren, wird es Zeit, die Lieferketten zukunftsfit zu machen. Mit digitalen Tools und einem Denken in Projekten können Supply-Chains auch in Krisenzeiten flexibel und belastbar werden.

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Alles so schön vernetzt hier - 2020 machen globale Krisen die Verletzlichkeit der Lieferketten deutlich.
Alles so schön vernetzt hier - 2020 machen globale Krisen die Verletzlichkeit der Lieferketten deutlich.
(Bild: PROCESS)

2020 macht es der Industrie nicht leicht: Corona-Pandemie, Lockdown und eine massive Veränderung der Güternachfrage haben weltweit Lieferketten einem beispiellosen Stresstest ausgesetzt. Und eine Rückkehr zur völligen Normalität steht nach wie vor aus.

Zwar plant die deutsche Chemie weiterhin ihre globale Ausrichtung und weltumspannende Lieferketten beizubehalten wie eine Chemonitor-Trendumfrage zeigte, doch bedürften die globalen Supply Chains struktureller Anpassungen, um widerstandsfähiger gegen Ausfälle und gleichzeitig nachhaltiger zu werden.

Dabei kommen auch im Corona-Jahr Pandemien und Naturkatastrophen "lediglich" auf Platz Zwei der größten Herausforderungen nach dem zunehmenden Protektionismus einzelner Staaten und Handelskriegen. Auf der Habenseite wird besonders der Aufbau zirkulärer Supply Chains in Europas Chemie-Chefetagen als Ausweg aus der Rohstoffabhängigkeit der "alten Welt" gesehen.

Doch widerstandsfähigere Lieferketten aufzubauen, die auf Wachstum ausgerichtet sind, erfordert leistungsfähige Planungs- und Managementlösungen. Diese unterstützen Anwender dabei, die Effizienz der unternehmensweiten Abläufe zu verbessern, eine größere Voraussicht in Bezug auf Angebot und Nachfrage in ihren Netzwerken zu gewinnen und ihren Kunden einen verbesserten Service zu bieten. Zum anderen ist es ratsam, eine umfassende Strategie zu entwickeln, um die operativen Prozesse im Unternehmen mit IT-basierten zu synchronisieren, wie etwa die Datenbank-Spezialisten Oracle betonen.

Fünf Tipps für Ihre Supply-Chain

Konkret könnten die folgenden fünf Punkte dabei Orientierung geben:

  • Effiziente Nachschubplanung: Viele Unternehmen haben in diesem Jahr massive Nachfrageschwankungen erlebt. Als Hilfe, um diese Veränderungen zu bewältigen und das erforderliche Angebot aufrechtzuerhalten, empfiehlt sich ein verlässliches Tool zur Nachschubplanung. Damit können Unternehmen branchenübergreifend den Bedarf prognostizieren und Nachschub an Gütern auf effiziente und überschaubare Weise planen und beschaffen. Insbesondere bewähren sich automatisierte Lösungen, die sich nahtlos in die bestehende IT-Infrastruktur integrieren lassen.
  • Differenziertes Management von Auftragsrückständen: Lange Zeit galt bei der Administration offener Aufträge das wenig differenzierte Motto „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Um es Unternehmen zu erleichtern, ausstehende Aufträge zu priorisieren und systematisch sowie ressourcenoptimiert abzuarbeiten, bieten moderne Systeme für das Supply Chain Management Funktionen wie zum Beispiel Backlog Management. Sie unterstützen gezielt bei der Priorisierung, damit die wichtigsten Aufträge zuerst ausgeführt werden können.
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  • Transparentes Field Service Management: Hochwertigen Kundenservice auch in Zeiten extremer Veränderungen zu gewährleisten, kann unglaublich schwierig sein. Damit Unternehmen bei der Bewältigung dieser Herausforderung adäquate Unterstützung erhalten, wurden für den Bereich Field Service spezielle Lösungen entwickelt. Damit lässt sich der gesamte Workflow in Organisationen, die Wartungs- und Reparaturdienste anbieten, einfach und transparent verwalten. Auf dieser Basis werden Unternehmen in die Lage versetzt, die Anlagen ihrer Kunden schnell und einfach zu reparieren, die durchgeführten Arbeiten zu dokumentieren und die erbrachten Leistungen ordnungsgemäß in Rechnung zu stellen.
  • Projektbezogene Lieferkette: Um insbesondere produzierende und anlagenintensive Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Lieferkettenstrategie an den sich ändernden Geschäftskontext anzupassen, wurde das Konzept der projektgesteuerten Lieferkette entwickelt. Eine entsprechende End-to-End-Lösung für Oracle Cloud SCM und Oracle Fusion Cloud ERP ermöglicht es Kunden, projektbezogene Material-, Fertigungs- und Wartungskosten in einer integrierten Lösung zu erfassen, in Rechnung zu stellen und zu bilanzieren.
  • Automatisiertes Channel Revenue Management: Sich ändernde Nachfrage- und Verbrauchsmuster gestalten die Erfassung von Erlösen pro Vertriebskanal schwieriger denn je. Um Kunden bei der Bewältigung dieser Herausforderung und der effizienten Verwaltung ihrer Handelsprogramme zu unterstützen, automatisiert das innovative Channel Revenue Management die Verarbeitung und Abrechnung in der Cloud. Dies ermöglicht es Anwendern, ihre Geschäftsprozesse zu rationalisieren und gleichzeitig den Umsatz, den Gewinn und den Marktanteil zu steigern.

„Es gibt leider keinen Zauberstab, der kleinere und größere Hürden für Unternehmen entlang der Lieferkette beseitigt“, gibt Tobias Stähle, Sales Director SCM bei Oracle zu Bedenken. Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen stehen vor der Herausforderung, einen Managementansatz zu entwickeln, der ebenso effektiv wie effizient ist. Doch: Der Aufwand lohnt sich.

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