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Massive Einbrüche Covid-19 hinterlässt deutliche Spuren: Rezession auf den weltweiten Chemiemärkten

| Redakteur: MA Alexander Stark

Die Corona-Pandemie hat die Weltwirtschaft bereits im ersten Quartal des Jahres deutlich ausgebremst. Dem Einbruch der chinesischen Wirtschaft zu Jahresbeginn folgten im März deutliche Rückgänge der Wirtschaftsleistung in allen Industrieländern. Auch die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen brach durch die Produktionsdrosselungen in den Kundenindustrien ein.

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Die Corona-Pandemie hinterließ im ersten Quartal des Jahres bereits deutliche Spuren in der Weltwirtschaft.
Die Corona-Pandemie hinterließ im ersten Quartal des Jahres bereits deutliche Spuren in der Weltwirtschaft.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Frankfurt am Main – Aufgrund der Corona-Pandemie setzt sich in der Industrie die Rezession des vergangenen Jahres beschleunigt fort. Die Einbrüche aufgrund der Corona-Pandemie trafen damit in vielen Ländern eine bereits angeschlagene Industrie. Nun waren auch immer stärker die Schwellen- und Entwicklungsländer negativ betroffen. Nach den Handelskonflikten und dem Brexit, bremst nun die Corona-Pandemie das Wachstum. Das zeigt der aktuelle, globale VCI-Quartalsbericht „Business Worldwide“.

Die Produktionsdrosselung in den Kundenindustrien wirkte sich zudem negativ auf die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen aus. Gestützt wurde die Produktion der Branche allerdings vielerorts durch eine erhöhte Nachfrage nach Hygieneartikeln, Verpackungsmaterialien und Pharmazeutika, so dass der Einbruch insgesamt teilweise moderater ausfiel als in anderen Industriebranchen.

Nach den massiven Einbrüchen der Gesamtwirtschaft und der Industrie im ersten Quartal muss auch für das zweite Quartal mit einem weiteren ausgeprägten Rückgang gerechnet werden, denn die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wurden in den meisten Ländern erst im Verlauf des März ergriffen und hatten teilweise bis in den Mai hinein Bestand. Inzwischen ist kein Land mehr von der Krise ausgenommen. Nach China und den Anrainerstaaten waren die westlichen Industrieländer besonders stark von der Krise betroffen. Zuletzt betraf das Virus aber auch Schwellen- und Entwicklungsländer massiv – mit drastischen Folgen für die dortige Wirtschaft. Der Welthandel, der bereits am Jahresanfang schwach war, dürfte im zweiten Quartal stark einbrechen.

Mit den Lockerungen der Maßnahmen wird die Wirtschaft zwar wieder wachsen. Investitionen, Handel und privater Konsum werden aber aufgrund der bestehenden Unsicherheiten, Liquiditätsengpässen, gestörter Lieferketten und geringem Verbrauchervertrauen schwach bleiben. Die Erholung wird sich damit weit in das nächste Jahr ziehen. Wir erwarten für BIP und Industrie ein kräftiges Minus. Eine zweite Welle mit erneuten Verschärfungen der Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus ist bei dieser Prognose nicht unterstellt. Die Risiken für die weitere Entwicklung bleiben hoch und die Prognosen dementsprechend ungewiss.

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