„Scale New Chemistry“ Bootcamp vernetzt Chemiegründungen mit der Industrie

Quelle: Forum Rathenau e.V. 2 min Lesedauer

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Der Forum Rathenau e.V. bringt Start-ups, Wissenschaft und Industrie in Bitterfeld-Wolfen bei der dritten Session von „Scale New Chemistry“ zusammen. Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe, die junge Chemieunternehmen im Mitteldeutschen Revier begleitet und den Austausch mit der Industrie fördert.

Viele gute Gespräche gab es bereits bei „Scale New Chemistry“ im März in Berlin. Frank Lerch, (Dritter von links), FEW Chemicals aus Bitterfeld, ist als Mentor im Programm „Scale New Chemistry“. (Bild:  Ana Torres/ Forum Rathenau e.V.)
Viele gute Gespräche gab es bereits bei „Scale New Chemistry“ im März in Berlin. Frank Lerch, (Dritter von links), FEW Chemicals aus Bitterfeld, ist als Mentor im Programm „Scale New Chemistry“.
(Bild: Ana Torres/ Forum Rathenau e.V.)

Im Herzen des Mitteldeutschen Chemiedreiecks kommen am 11. September junge Gründungsteams und etablierte Chemieunternehmen mit international hochkarätigen Mentoren zusammen, um gemeinsam an konkreten industriellen Fragen zu Offtake und Skalierung zu arbeiten und die Region als Gründungsstandort für die Chemie von morgen zu stärken. Diese Frage: Wie werden aus wissenschaftlichen Durchbrüchen in der Chemie neue Unternehmen und echte Industriekollaborationen? steht dabei im Mittelpunkt.

Vormittags finden vertrauliche Einzelgespräche zwischen den Gründern und ihren Mentoren aus der Industrie statt, nachmittags werden in einer größeren Runde die Ergebnisse präsentiert. Die Arbeitsphase des Tages läuft im geschlossenen Rahmen.

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Ab 17 Uhr sind alle Interessierten zum Networking-Event im Metall-Labor Dr. Adolf Beck des Chemieparks Bitterfeld-Wolfen eingeladen. Die Gäste können mit Gründern und dem Programmteam ins Gespräch kommen und mehr erfahren über die Deeptech Ventures der Chemie-Start-ups und beispielsweise mögliche Anknüpfungspunkte für das eigene Unternehmen finden.

„Scale New Chemistry“ ist ein Programm des Forum Rathenau e. V. gemeinsam mit Deep, dem Institute for Deep Tech an der ESMT Berlin. Es bringt eine Kohorte europäischer Deeptech-Startups, nämlich jungen Unternehmen aus Chemie und Bioökonomie, deren Geschäftsmodelle auf echten wissenschaftlichen oder technischen Durchbrüchen basieren, über mehrere Sessions hinweg mit Fach- und Führungskräften aus der Industrie zusammen.

Die vier Unternehmen der aktuellen Kohorte kommen aus Deutschland, Dänemark und Österreich, stehen überwiegend im Pilotmaßstab mit ersten Kunden und arbeiten an Enzymen für günstige 2G-Zucker aus Biomasse, Silica-Materialien für die Metallrückgewinnung und PFAS-Entfernung sowie an biozidfreiem Schutz gegen Oberflächenbewuchs und die Umwandlung von Biomasse zu netzfertigem grünem Gas.

„Gerade in der Chemie ist der Weg von der zukunftsweisenden Idee zum marktfähigen Produkt oft lang. Zwischen dem Labornachweis und der industriellen Anwendung liegt die anspruchsvolle Phase des Pilotmaßstabs, in der viele gute Ansätze stecken bleiben, weil Kapital, Infrastruktur und der Zugang zu industriellen Partnern fehlen. Genau hier setzt ‚Scale New Chemistry‘ an: Das Format begleitet Gründungen an dieser Schwelle und verbindet sie mit den Kompetenzen, Anlagen und dem Marktwissen, die im Chemiedreieck vorhanden sind“, sagt der Vorstandsvorsitzende des Forum Rathenau Professor Ralf Wehrspohn.

Das Bootcamp-Programm „Scale New Chemistry“ bringt Gründungsteams, Wissenschaft und Industrie zusammen. Junge Unternehmen bearbeiten mit datengetriebenen und KI-gestützten Methoden konkrete Fragestellungen der chemischen Industrie, die von der Materialentwicklung bis zu nachhaltigeren Verfahren reichen. Zu den Partnern gehören die ESMT Berlin, die KI-Plattform Citrine Informatics und der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen. Ergänzt wird das Programm durch datengetriebene KI-Projekte mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus der Region.

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