Liquefied Natural Gas RWE baut LNG-Infrastruktur in Duisburger Hafen auf

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

RWE Supply & Trading und Hafenbetreiber Duisport bauen gemeinsam eine Infrastruktur für LNG (Liquefied Natural Gas) im Duisburger Hafen auf. Als Ziel haben sich die Projektpartner ein ganzheitliches und nachhaltiges Logistikkonzept für die Beschaffung, Speicherung und Verteilung von LNG gesetzt.

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Blick auf den Duisburger Hafen
Blick auf den Duisburger Hafen
(Bild: Rolf Köppen)

Duisburg – Ein Grundstück für die LNG-Tankstelle wurde bereits im Duisburger Hafengebiet festgelegt. Zuvor hatten die Partner gemeinsam die Einsatzmöglichkeiten von LNG als Ersatz für Dieselkraftstoff geprüft. „Wir freuen uns Duisport als Partner für dieses innovative Projekt gewonnen zu haben. Denn der Duisburger Hafen bietet ideale Einsatzbedingungen für LNG“, betont Andree Stracke, Mitglied der Geschäftsführung von RWE Supply & Trading. „Er verfügt als größter Binnenhafen der Welt über eine perfekte Anbindung an sämtliche Verkehrskanäle“.

Nicht nur Schiffe, Eisenbahnen, Hafenfahrzeuge und LKW, sondern auch die Rhein-Ruhr-Region mit ihrer Industrie sowie hoher Bevölkerungsdichte verfügt über ideale Voraussetzungen und hohes Abnehmerpotenzial für das Projektvorhaben. „RWE ist mit ihrer langjährigen Erfahrung bei LNG-Beschaffung sowie bei Bau, Betrieb und Instandhaltung von Anlagen zur Gasversorgung der ideale Partner für diese Kooperation“, sagt Erich Staake, CEO von Duisport.

Mobile Tankanlage für hafeninterne Fahrzeuge

Als erster Schritt ist die Einrichtung einer mobilen Tankanlage geplant, die bei Bedarf schnell und unkompliziert versetzt werden kann. Diese Anlage wird genutzt, um in der Anfangsphase hafeninterne Fahrzeuge (so genannte Reachstacker und Terminalzugmaschinen) sowie LKW lokaler Speditionen mit LNG zu versorgen. Die Fahrzeuge werden auf LNG umgerüstet und im regulären Betrieb umfangreich getestet. Die Investitionen belaufen sich für diesen ersten Schritt auf rund eine halbe Million Euro.

LNG ist Erdgas, das durch Kühlung auf -161 °C in den Flüssigzustand versetzt wird. Dabei reduziert sich das Volumen auf etwa ein 1/600 des Erdgas-Volumens unter Normaldruck, womit der Transport großer Erdgasmengen möglich wird. LNG ist wesentlich umweltfreundlicher, da die Emissionen von Kohlendioxid, Stickoxid, Schwefeldioxid und Feinstaub geringer sind als bei anderen Kraftstoffen.

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