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Weltrohstoffpreise November 2020 Rohstoffmärkte: Drohen Turbulenzen nach US-Wahl?

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Lockdowns, wirtschaftliche Unsicherheiten und die Zitterpartie bei der US-Wahl: Die Rohstoffpreise schwanken und die Branchen segeln in unruhigen Gewässern. Die Experten der Industriebank IKB analysieren die internationalen Rohstoffmärkte und blicken in die Zukunft.

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Droht den Rohstoffpreisen nach etwas Entspannung im Sommer nun ein turbulenter Winter?
Droht den Rohstoffpreisen nach etwas Entspannung im Sommer nun ein turbulenter Winter?
(Quellen: HWWI; Deutsche Bundesbank)

Düsseldorf – Die Weltrohstoffpreise zogen im Verlauf des Oktober 2020 insgesamt um 3,1 % an. Aufgrund einer geringfügigen Abwertung des Euro zum Dollar fiel der Anstieg in Inlandswährung gerechnet mit 3,3 % leicht stärker aus. Hierzu haben vor allem metallische Rohstoffe beigetragen. Im Verlauf des Oktober 2020 stabilisierte sich das Preisniveau der meisten börsennotierten Rohstoffe.

Unsicherheiten gehen jedoch von dem erneuten Shutdown infolge der Covid-19 Pandemie in Teilen Europas aus. Zudem existieren Sorgen in Bezug auf den Ausgang der US-Präsidenten-Wahl und möglicher Unruhen. Sollte es zu längeren juristischen Auseinandersetzungen kommen, dürfte dies die konjunkturellen Aussichten und die Rohstoffpreise belasten.

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Der Rohölpreis gab im Verlauf des Oktober 2020 leichte Gewinne ab. Die Nachfrage nach Rohöl sinkt im laufenden Jahr um 9,5 mbd (million barrel per day), zieht aber 2021 um gut 6,5 mbd an. Die Produktion außerhalb der Opec geht jedoch nur um knapp 2,5 mbd zurück. Somit bleibt für die Opec nur ein Bedarf von 27,5 mbd im Jahr 2020, 2021 kommt es jedoch wieder zu einer Belebung auf 33,2 mbd. Das aktuelle Förderniveau liegt momentan trotz der erfolgten Produktionskürzungen noch um 2 mbd über diesem Niveau. Bis Jahresende sieht die IKB den Rohölpreis weiter in einer Bewegung um die Marke von 42 Dollar je Barrel Brent. Für 2021 prognostiziert die Industriebank ein stärkeres Aufwärtspotenzial. Für den Grenzübergangspreis für Erdgas halten die Experten ein Niveau von 3000 Euro je Terrajoule für möglich.

Für den Wechselkurs des Dollar zum Euro sehen die IKB-Experten bis Jahresende 2020 eine Bewegung um die Marke von 1,18 Dollar je Euro. Im Verlauf des Jahres 2021 erwarten sie eine Abwertung des Euro.

Welche Rohstoffe Mangelware sind oder werden, können Sie in der Bildergalerie Gefahrenanalyse Rohstoff – was wird knapp? nachsehen.

Die Experten der IKB analysieren monatlich die Rohstoffmärkte und PROCESS berichtet. Alle Rohstoffpreise der letzten Jahre und Monate finden Sie auf unserer Rohstoff-Spezialseite: Weltrohstoffpreise im Wandel

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