Hamburg/Frankfurt (dpa/lno) *17:24 Uhr – Allnex schließt Hamburger Werk – Rund 130 Beschäftigte betroffen
Der Spezialchemiehersteller Allnex will die Produktion in seinem Hamburger Werk Mitte kommenden Jahres einstellen und den Standort im Stadtteil Wandsbek bis Ende 2026 rückbauen. «Die Absicht, den Standort Hamburg zu schließen, basiert auf einer Überprüfung unserer Wettbewerbsposition in Europa für unsere Flüssigharzprodukte», erklärte Allnex-Chef Miguel Mantas am Mittwoch. Von der Schließung betroffen sei die Mehrzahl der rund 130 Beschäftigten. Standortleiter Gerrit Lieske erklärte: «Wir setzen uns dafür ein, gute Lösungen für die Beschäftigten in Hamburg zu finden.»
Die Frankfurter Allnex gilt als ein führende Anbieter von Harzen für industrielle Beschichtungen. Nach eigenen Angaben hat die ehemalige Hoechst-Tochter mit ihren rund 4000 Beschäftigten weltweit mehr als 30 Produktionsstandorte.
Regensburg (dpa/lby) *16:33 Uhr – Staatsforsten: Bis zu 40 Windräder für Chemiedreieck
Die Staatsforsten wollen in den Wäldern des oberbayerischen Landkreises Altötting dreißig bis vierzig neue Windräder bauen lassen. Die Anlagen sollen der Stromversorgung des Chemiedreiecks bei Burghausen dienen. Das teilte das Unternehmen zum Start des Auswahlverfahrens am Mittwoch in Regensburg mit. Als Standorte sollen Interessenten Flächen im Burghauser und im Altöttinger Forst angeboten werden.
Bis Anfang Juni soll es für beide Gebiete jeweils einen «Standortsicherungsvertrag» geben, auf dessen Grundlage die Investoren dann mit der Planung beginnen könnten. Laut Staatsforsten stehen in Bayerns Staatswäldern derzeit 101 Windenergieanlagen (WEA) an 18 Standorten. Bereits in Planung sind weitere 84 Windräder, die Anlagen im Kreis Altötting würden dann noch hinzukommen.
Berlin/Schwedt (dpa/bb) *15:42 Uhr – Auslastung der PCK-Raffinerie zuletzt knapp unter 60 Prozent
Die Auslastung der Ölraffinerie PCK in Schwedt im Nordosten Brandenburgs hat in den ersten beiden Monaten dieses Jahres bei knapp unter 60 Prozent gelegen. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Nach einer Entscheidung der Bundesregierung fließt seit Jahresbeginn kein russisches Öl mehr über die Pipeline Druschba nach Schwedt.
Seitdem wird die Raffinerie durch Öllieferungen versorgt, die per Tanker nach Rostock kommen und dann über eine Pipeline von dort ins Werk nach Schwedt gelangen. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben weiter daran, die Kapazität dieser Pipeline zu erhöhen. Um die Auslastung hatte es zuletzt Streit zwischen Bund und Land gegeben. Seit vielen Monaten werden alternative Rohöl-Belieferungen für Schwedt gesucht.
Wie die PCK-Raffinerie weiter mitteilte, wurde am 27. und 28. Februar kasachisches Rohöl für die PCK am «Übergabepunkt in Adamowo eingeliefert». Für weitere Fragen stand das Unternehmen am Mittwoch aber nicht zur Verfügung. In Adamowo ist der Pipeline-Übergabepunkt zwischen Polen und Weißrussland. Eine erste Lieferung kasachischen Rohöls sei auf dem Weg zur PCK-Raffinerie, sagte zuvor auch der Geschäftsführer des Mitgesellschafters Rosneft Deutschland, Johannes Bremer, in Berlin. Als Unsicherheitsfaktor galt bisher, dass Kasachstan einen Teil der russischen Pipeline Druschba zur Lieferung nutzt.
Am Mittwoch kam auch eine zweite Öllieferung für die Raffinerie Schwedt im Hafen von Danzig an, wie der RBB unter Berufung auf Wirtschaftsstaatssekretär Michael Kellner berichtete. Der Grünen-Politiker verwies auf Twitter auf den Bericht und dankte der polnischen Regierung für ihre Unterstützung.
Berlin/Schwedt (dpa) *11:49 Uhr – Kasachisches Öl auf dem Weg zur Raffinerie Schwedt
Eine erste Lieferung kasachischen Rohöls ist auf dem Weg zur PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt. Das sagte der Geschäftsführer des Mitgesellschafters Rosneft Deutschland, Johannes Bremer, am Mittwoch in Berlin in einem Fachgespräch des Bundestagsausschusses für Klimaschutz und Energie.
Nach einer Entscheidung der Bundesregierung fließt seit Januar kein russisches Öl mehr über die Pipeline Druschba nach Schwedt. Zuletzt war die Raffinerie nach Angaben von PCK zu rund 60 Prozent ausgelastet. Neun von zehn Autos in Berlin und Brandenburg fahren laut PCK mit Treibstoff aus Schwedt. Die Bundesregierung hatte zwei Töchter des russischen Ölkonzerns Rosneft, die die Mehrheit an PCK halten, unter staatliche Kontrolle gestellt.
Stand: 08.12.2025
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Derzeit kommt das Öl über den Hafen Rostock, weitere Lieferungen erhofft man sich über den Hafen im polnischen Danzig und über die Druschba-Pipeline aus Kasachstan. Dort sei er bereits zwei Mal mit seinem Team gewesen, um Rohöl zu finden, das in seiner Qualität als Ersatz für russisches Öl geeignet sei, sagte Bremer. Die Mengen einer ersten Testlieferung seien jetzt im polnischen Adamowo. «Wir gehen davon aus, dass wir weiter in diese Richtung arbeiten.» Aktuell lasse sich in Schwedt kein Bitumen produzieren, weil das Rohöl in der dafür nötigen Qualität nicht per Schiff transportiert werden könne.
Fulda/Hannover (dpa) *09:19 Uhr – Mehr Geld für Kautschuk-Beschäftigte: Drei Stufen und Einmalzahlungen
Die rund 70.000 Beschäftigten der deutschen Kautschukindustrie erhalten mehr Geld. Die Arbeitgeber und die Gewerkschaft IG BCE einigten sich bei ihren Tarifverhandlungen in Fulda auf dreistufige Tabellenerhöhungen sowie Einmalzahlungen zum Inflationsausgleich bei einer Laufzeit von 24 Monaten, wie beide Seiten am Mittwoch berichteten.
Die Gehälter wachsen um einen Sockelbetrag von insgesamt 250 Euro, was laut IG BCE zu einem durchschnittlichen Anstieg um 8,1 Prozent führt und die unteren Einkommen überproportional fördert. Dazu kommen 3000 Euro steuer- und abgabenfreier Inflationsausgleich, der in vier Tranchen ausgezahlt wird. Gewerkschaftsmitglieder sollen 200 Euro zusätzlich erhalten. Der Tarifvertrag läuft bis Ende Mai 2025.
Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf hat dank einer guten Nachfrage im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient. «Zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten verzeichnen wir ein zweistelliges organisches Umsatzwachstum», sagte Unternehmenschef Vincent Warnery am Mittwoch bei Vorlage der Jahreszahlen. Dabei hätten die Hautprodukte Eucerin und Aquaphor drei Jahre früher als erwartet erstmals einen nominalen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro erzielt.
Für das laufende Jahr rechnet der Dax-Konzern mit einem Umsatzplus aus eigener Kraft im mittleren einstelligen Bereich, wie Beiersdorf in Hamburg mitteilte. Dabei sind Währungs- sowie Portfolioeffekte ausgeklammert. Die bereinigte operative Marge (Ebit-Marge) soll etwas über dem Vorjahreswert herauskommen.
2022 legten die Erlöse um 15,4 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro zu.
Aus eigener Kraft lag das Plus bei 10,2 Prozent. Damit ging das Wachstum im vierten Quartal leicht zurück, nachdem in den ersten neun Monaten noch ein organisches Wachstum von 11,1 Prozent zu Buche gestanden hatte. Das bereinigte operativen Ergebnis (Ebit) legte um knapp 17 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro zu. Die entsprechende Marge betrug 13,2 Prozent. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 771 Millionen Euro nach 655 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Die Dividende will das Management mit 70 Cent stabil halten.