Newsticker März: Aktuelles aus der Prozessindustrie Sartorius baut Geschäft mit Gentherapie-Technologie aus

Von Wolfgang Ernhofer 40 min Lesedauer

Im ständig aktuellen News-Ticker fasst die PROCESS-Redaktion das Geschehen in der Branche kompakt zusammen. Ob Chemie-, Pharma-, oder Lebensmittelindustrie, alle verfahrenstechnischen Themen werden – ebenso wie politische und wirtschaftliche Nachrichten zur Prozessindustrie – zusammengefasst sowie manche Kuriosität.

(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

31.03.2023

Göttingen (dpa) *09:31 Uhr – Sartorius baut Geschäft mit Gentherapie-Technologie aus

Der Pharma- und Laborausrüster Sartorius stärkt sein Geschäft mit der Milliardenübernahme eines Spezialisten für Technologien rund um Zell- und Gentherapien. Für etwa 2,4 Milliarden Euro übernehme die Tochter Sartorius Stedim Biotech das französische Biotech-Unternehmen Polyplus von Beteiligungsgesellschaften, teilte der im Dax notierte Konzern am Freitag in Göttingen mit. Sartorius selbst ist circa 27 Milliarden Euro wert. Polyplus mit seinen rund 270 Mitarbeitern wachse stark und werde 2023 voraussichtlich einen Umsatz im oberen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich sowie eine sehr hohe Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erzielen.

Gen- und Zelltherapien liegen aktuell stark im Fokus von Pharmakonzernen. Finanziert werden könnte der Kauf auch durch eine Kapitalerhöhung. Das stehe aber noch nicht fest. Der Kurs der im deutschen Leitindex notierten Sartorius-Vorzugsaktien gab im frühen Handel um zwei Prozent nach.

München (dpa) *08:33 Uhr – Chef von Wacker Chemie findet Energiepreise zu hoch

Der Vorstandsvorsitzende der Wacker Chemie, Christian Hartel, klagt über zu hohe Energiekosten. «Verglichen mit dem internationalen Niveau sind unsere Energiepreise immer noch viel zu hoch. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit ist das eine große Bürde», sagte er der Zeitungsgruppe «Münchner Merkur/tz» (Freitag). «Wir verbrauchen 0,8 Prozent des deutschen Stroms und 0,5 Prozent des Gases und gehören damit zu den zehn größten Stromeinkäufern des Landes.»

Energie sei für sein Unternehmen «eine Art Rohstoff». «Die hohen Preise haben wir natürlich deutlich gespürt.» Da Wacker die Energie aber «strategisch über verschiedene Zeiträume» einkaufe, hätten sich «die Preisspitzen 2022 für uns nicht so stark ausgewirkt», sagte Hartel. «Durch unsere Einkaufsstrategie werden die Energiekosten in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen.»

30.03.2023

München (dpa) *08:11 Uhr – Ifo: Materialmangel in der Industrie löst sich allmählich

Die Lieferprobleme der deutschen Industrie entspannen sich zusehends. Im März berichteten 41,6 Prozent der Unternehmen von Nachschubmangel für die Produktion, nach 45,4 Prozent im Februar. Das teilte das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag mit. Für die Schlüsselbranchen Auto, Maschinenbau und Elektro ist die Lage jedoch nach wie vor vergleichsweise schwierig. Jeweils mehr als 60 Prozent der Firmen in diesen drei Industriezweigen meldeten Engpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten.

Ein grundlegender Abbau der Beschaffungshemmnisse in einigen Schlüsselbranchen habe bisher nicht stattgefunden, kommentierte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. «Hier hat sicherlich auch ein Gewöhnungseffekt eingesetzt.»

Dennoch geht der Wirtschaftsforscher davon aus, dass sich die generelle Entspannung der Lieferprobleme in den in den kommenden Monaten positiv auf die Industrieproduktion auswirken wird.

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