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Schmerzbehandlung Rekordinvestition: Grünenthal erwirbt Rechte von Astra Zeneca

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Das deutsche Pharmaunternehmen Grünenthal hat von Astra Zeneca für 811 Millionen Euro die europäischen Rechte an Nexium und die globalen Rechte an Vimovo mit Ausnahme von USA und Japan erworben. Die Akquisition der magenschützenden Medikamente gilt als die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte von Grünenthal.

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Die magenschützenden Medikamente adressieren einen hohen medizinischen Bedarf bei Schmerzpatienten, die mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) behandelt werden.
Die magenschützenden Medikamente adressieren einen hohen medizinischen Bedarf bei Schmerzpatienten, die mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) behandelt werden.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Aachen – Laut Vertrag wird Grünenthal die exklusiven Rechte zur Vermarktung von Nexium für die zugelassenen Indikationen in 33 europäischen Ländern übernehmen. Das Medikament ist ein Protonenpumpen-Inhibitor (PPI), der die Produktion von Magensäure bei Patienten mit gastroösophagealen Refluxerkrankungen und Geschwüren reduziert. Das Medikament ist für eine Reihe von Indikationen zugelassen, darunter die Vorbeugung und Behandlung von Magengeschwüren, die durch schmerzlindernde, nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) hervorgerufen werden. Nexium generiert auch nach Ablauf des Patentschutzes weiterhin signifikante Umsätze. Der Gesamtumsatz für die vertraglich vereinbarten Märkte betrug 2017 220 Millionen Euro.

Grünenthal erhält darüber hinaus die globalen Vermarktungsrechte für Vimovo mit Ausnahme der USA und Japan. Das Arzneimittel ist ein Kombinationspräparat aus Naproxen, einem schmerzlindernden NSAR, und Esomeprazol, dem gleichen gastroprotektiven Wirkstoff wie in Nexium. Vimovo ist für die symptomatische Behandlung von Arthrose, rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondylitis bei Patienten indiziert, die Gefahr laufen, NSAR-assoziierte Magengeschwüre und Duodenalgeschwüre zu entwickeln. Das Präparat ist in über 30 Ländern erhältlich und in den meisten europäischen Märkten bis 2025 patentrechtlich geschützt. Es erzielte im Jahr 2017 einen Umsatz von 70 Millionen Euro in den vertraglich vereinbarten Märkten.

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Mit doppelter Ebitda-Performance wird gerechnet

„Diese Akquisition ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte Grünenthals", erklärt CEO Gabriel Baertschi. „Es gibt einen hohen ungedeckten medizinischen Bedarf für Patienten, die über einen längeren Zeitraum und hochdosiert mit NSAR-Präparaten behandelt werden. Obwohl alle Richtlinien Magenschutz für diese Patienten empfehlen, belegen Daten, dass viele ungeschützt bleiben und jeder vierte Magengeschwüre und die damit verbundenen schweren Komplikationen entwickeln kann.“

Mit der Akquisition wird Grünenthal seine Ebitda-Performance voraussichtlich verdoppeln. Darüber hinaus wird das Unternehmen sein Geschäft in mehreren schmerzbezogenen therapeutischen Kategorien und Regionen deutlich verbessern. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden. Der Abschluss wird für Dezember 2018 erwartet.

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