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EO-Produktion PCC will am Evonik-Standort Lülsdorf investieren

| Redakteur: Alexander Stark

PCC hat bekannt gegeben, den Bau mehrerer Produktionsanlagen am Evonik-Standort Lülsdorf zu prüfen. Das Investitionsprojekt umfasst Anlagen zur Herstellung von Ethylenoxid (EO) und Anlagen für Folgeprodukte.

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PCC plant eine Investition am Evonik-Standort Lülsdorf bei Köln.
PCC plant eine Investition am Evonik-Standort Lülsdorf bei Köln.
(Bild: Evonik)

Duisburg; Niederkassel – PCC will mehr als eine halbe Milliarde Euro am Evonik-Standort Lülsdorf investieren. Kern des geplanten Investitionsprojekts ist der Bau einer Anlage zur Herstellung von hochreinem EO. Diese Grundchemikalie dient unter anderem zur Produktion von Tensiden, etwa für Körperpflegeprodukte, Reinigungs- und Waschmittel, und von Polyolen für die Produktion von Polyurethan (PU)-Schaumstoffen. Mit der geplanten Produktion in Lülsdorf will das Unternehmen langfristig die Versorgung seiner Chemiesparte – insbesondere von PCC Rokita und PCC Exol – mit diesem Ausgangsstoff sichern.

Durch den Anlagenbetrieb sollen dort auch direkt rund 120 neue Arbeitsplätze dauerhaft entstehen. Zudem würde der Standort für die Ansiedlung zusätzlicher weiterverarbeitender Unternehmen attraktiv, teilte das Unternehmen mit. So könnte sich der Stellenzuwachs auf bis zu 200 erhöhen.

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Geplant sind in Lülsdorf noch fünf weitere Anlagen. In ihnen soll der Großteil des EO direkt am Standort weiterverarbeitet werden, unter anderem zu Ethylencarbonat, einem wichtigen Vorprodukt für Lithium-Ionen-Akkus, wie sie in Elektroautos eingebaut werden. In der geplanten Ethylencarbonat-Anlage soll das aus der EO-Produktion zurückgewonnene CO2 als Rohstoff eingesetzt werden, das daher größtenteils nicht in die Atmosphäre gelangt.

Derzeit führt PCC Gespräche mit Evonik Industries, die den Standort in Lülsdorf betreibt, sowie mit der Stadt Niederkassel und den zuständigen Behörden. Die endgültige Investitions- und Standortentscheidung soll nach einer intensiven Prüfungsphase getroffen werden. Bereits zuvor durchläuft das Projekt ein umfangreiches Genehmigungsverfahren. Bei einem positiven Genehmigungsbescheid sowie nach der endgültigen Entscheidung zum Projekt kann der Anlagenbau ab 2021 beginnen und wird dann voraussichtlich drei Jahre dauern.

Entwickelt wird dieses Investitionsprojekt von der 100-%igen Tochtergesellschaft PCC Integrated Chemistries, aktuell ebenfalls mit Sitz am Konzernhauptsitz in Duisburg.

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