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Emerson Global User Exchange 2018

Partnerschaften gewinnen an Bedeutung: Wie Emerson mit mehr Beratung punkten will

| Redakteur: Gerd Kielburger

Einen Teilnehmerrekord von 1600 Teilnehmern aus 52 Ländern vermeldete Emerson bei seinem diesjährigen (EMEA) Gobal User Exchange in Den Haag.
Einen Teilnehmerrekord von 1600 Teilnehmern aus 52 Ländern vermeldete Emerson bei seinem diesjährigen (EMEA) Gobal User Exchange in Den Haag. (Bild: PROCESS)

Die globale Wirtschaft brummt, und auch die Öl- und Gasindustrie scheint nach den Krisenjahren wieder zurück im Spiel. Und gerade jetzt treibt die digitale Transformation die Unternehmen der Prozessindustrie zu neuen Herausforderungen, die zu weiteren Kosten- und Komplexitätssenkungen führen sollen. Perfekte Rahmenbedingungen für das diesjährige Emerson User-Exchange-Treffen in Den Haag, zu dem diesmal 1600 Teilnehmer angereist waren.

Den Haag/Niederlande – Erfreute Gesichter bei den Verantwortlichen des diesjährigen Global-User-Exchange-Treffens von Emerson Automation Solution im niederländischen Den Haag. Rund 1600 Teilnehmer aus 52 Ländern fanden in diesem Jahr den Weg in die niederländische Regierungsstadt an der Nordseeküste - fast doppelt so viele wie noch vor zwei Jahren in Brüssel.

Das Programm konnte sich jedenfalls sehen lassen: 160 Präsentationen zu einer Fülle unterschiedlichster Anwendungsfelder aber auch Trainings Sessions sowie eine Vielzahl von neuen Geräten, Technologien oder auch Softwaretools, die von Emerson und 25 Partnerunternehmen auf einer begleitenden, rund 5000 m2 großen Ausstellungsfläche präsentiert wurden (siehe auch Bilderstrecke).

Längst hat sich Emerson zum Problemlöser für seine Kunden entwickelt. So sieht das jedenfalls Roel van Doren, Europachef des US-Automatisierungskonzerns. Man verpflichte sich als Partner den Endanwendern in der Prozessindustrie, um möglichst viel Komplexität als auch Kosten auf Kundenseite zu reduzieren und gleichzeitig den digitalen Transformationsprozess zu begleiten. Bei Emerson fungiert das Projekt unter dem Namen ‚Operational Certainty‘ und ist Teil eines übergeordneten strategischen Kundenprojektes mit der für deutschen Ohren etwas sperrigen Bezeichnung ‚Top Quartile Performer‘. Was dahinter steckt ist nicht mehr und nicht weniger als ein anspruchsvolles Versprechen, den Kunden auf das Podest der obersten 25 % best-performanten Unternehmen in ihrem jeweiligen Segment zu heben – Einsparpotenziale in Millionenhöhe eingeschlossen. Warum es sich lohnt sich in diesem Anwenderkreis mit den anstehenden Herausforderungen zu beschäftigen, hatte zuvor schon Mary Peterson, Senior Strategy & Technology Leader bei Novartis herausgestellt. Peterson zählt zum vielköpfigen Board of Directors Team, das aus Endanwendersicht alle zwei Jahre das Programm mitgestaltet.

Das Motto der diesjährigen Veranstaltung „Connect, Communicate, Create“ war auch nach Einschätzung von BASF-Chefeinkäufer Dirk Reinelt gut gewählt. Reinelt zeigte in einem Plenarvortrag erneut, warum Weltmarktführer BASF im Chemie-Segment als anerkannter Leuchtturm der digitalen Transformation gilt. Bei einem Gesamtumsatz von 64,5 Milliarden. Euro investierten die Ludwigshafener im Jahr 2017 immerhin 13 Milliarden. in Technik und Logistik – etwa die Hälfte von dem, was man für Rohstoffe aufwenden musste. Viel Potenzial also, um mit automatisierten und digitalisierten Prozessen die Unternehmensperformance in Zukunft weiter voranzubringen. Sieben Kerntechnologien der digitalen Revolution hat das Unternehmen dafür identifiziert, die maßgeblich auch die eigene BASF-4.0-Strategie beeinflussen. Neben Augmented Reality, 3D-Druck, mobilen Endgeräten und Internet of Things bzw. Industrie 4.0 zählen dazu auch Künstliche Intelligenz, Big-Data-Analysen sowie Cloud Computing.

Dafür braucht es, wie Reinelt betont, offene Systeme, modulare Anlagen, standardisierte Elemente und eine Konvergenz von IT und OT-Systemen. Mit einem mitgebrachten, virtuell entwickelten und über 3D-Druck hergestellten Wärmeaustauscher konnte der BASF-Manager genauso überzeugen, wie auch mit der Botschaft, BASF vermarkte seine Produkte als weltweit erstes Chemieunternehmen in China bereits über die e-Commerce-Plattform von Alibaba. Doch noch längst nicht überall ist die digitale Transformation als Unternehmensstrategie so deutlich kommuniziert wie beim Chemie-Weltmarktführer vom Rhein. Für Reinelt scheint in vielen Unternehmen offensichtlich eine wenig nachvollziehbare Lücke zwischen privater und beruflicher Nutzung von digitalen Technologien zu herrschen. „Warum nutzen wir digitale Devices im privatem Umfeld viel stärker als an unseren Arbeitsplätzen“, fragt Reinelt. Das passe einfach nicht mehr zusammen.

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